Altenzentrum: Um- und Ausbau wird geschoben

Das Evangelischen Altenzentrum an der Graf-Engelbert-Straße. -   Foto: Archiv: von der Beck

Neuenrade - Es wäre eine schöne Investition und auch der eine oder andere örtliche Handwerker würde sicher profitieren. Doch die Millionen-Investition in das Evangelische Altenzentrum ist wohl vorerst auf Eis gelegt.

Bereits im Januar vergangenen Jahres war man startklar. Ursprünglich sollte das EAZ so umgebaut werden, dass dort ausschließlich Einzelzimmer für die Bewohner entstehen. Auch ein großer Anbau ist bei den Planungen inzwischen vorgesehen.

Doch daraus wird wohl jetzt zunächst nichts, denn bezüglich des Anbaus gibt es Einwände aus der Nachbarschaft. Wie Ralf Lohscheller, Geschäftsbereichsleiter der Perthes-Altenhilfe Süd, durchblicken ließ, befürchte man seitens eines Anwohners Verschattung und man sei bereit, dagegen bis zur letzten Instanz zu klagen. Daran hat man seitens des Perthes-Werkes nun aber kein Interesse. Man möchte ein derartiges Projekt im Einvernehmen verwirklichen, betonte Lohscheller. „Der Klageweg hilft uns nicht“.

Natürlich macht man sich nun um Alternativen Gedanken und es gibt Pläne zur Aufstockung der EAZ-Gebäude. Hier müsse zunächst aber die Statik überprüft werden. Wie auch immer gelte es nun die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen – das müsse nun auf anderem Wege realisiert werden, erläuterte Lohscheller.

Verwirrung gab es zu einer Bauvoranfrage. Demnach wusste Lohscheller zu berichten, dass die negativ beschieden worden sei. Beim Neuenrader Bauamt wusste man hingegen nichts von einer Bauvoranfrage. Ein Kommunikationsfehler, so vermutet Marcus Henninger, Bauamtsleiter in Neuenrade. Wie dem auch sei: Beim Neuenrader Bauamt wartet man nun gelassen ab, was dort an Plänen von dem durchs Perthes-Werk eingesetzten Projektentwickler eingereicht wird. Nicht in jedem Fall müsse dabei der Bebauungsplan geändert werden, sagte Henninger. Wohl aber sei das bei den ursprünglichen Plänen der Fall gewesen.

- Von Peter von der Beck

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