Schönste Nachricht des Tages!

Mika Schnabel hat einen Spender gefunden!

NEUENRADE - "Ich darf mit Freude die wohl tollste Nachricht überhaupt verkünden: Mika hat zu 100 Prozent einen Spender gefunden!", sagt Dana Schnabel, die Schwester des an Leukämie erkrankten 17-Jährigen aus Neuenrade. 

Von Sebastian Berndt

Tolle Neuigkeiten gibt es für den an Leukämie erkrankten Mika Schnabel. Für ihn ist ein Spender gefunden worden. Begeistert verkündete am Mittwoch seine Schwester Dana Schnabel: „Ich darf mit Freude die wohl tollste Nachricht überhaupt verkünden: Mika hat zu 100 Prozent einen Spender gefunden“.

Im Gespräch mit unserem Portal war die junge Frau immer noch überwältigt von der guten Nachricht. Wenige Momente zuvor hatte sie mit Mika telefoniert, der sie persönlich informierte.

Die Spenderin, eine Frau aus Deutschland, verfügt über zehn von zehn nötigen Übereinstimmungsmerkmalen. Je mehr Übereinstimmungen es gibt, um so wahrscheinlicher ist ein erfolgreiches Anwachsen der gespendeten Stammzellen. Für eine Transplantation müssen mindestens sechs Merkmale übereinstimmten, eine Spenderin mit zehn Merkmalen ist ein Glücksfall.

Wer die Spenderin ist, wird aus Datenschutzgründen geheim gehalten, angesichts des erst späten Findens der Spenderin – es wurde bereits vor der Spendenaktion nach einem geeigneten Spender gesucht – könnte die Spenderin sogar während der Neuenraderner Spendenaktionen gefunden worden sein. Drei bis sechs Wochen dauert es nach Angaben der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei), bis eine Spende ausgewertet ist. Die zentrale Spendenaktion in Neuenrade vom 17. März würde exakt in dieses Zeitfenster passen.

Die Unbekannte hat einer Spende für Mika Schnabel bereits zugestimmt. Auch die nötigen Voruntersuchungen wurden mit positivem Ergebnis abgeschlossen. Einer Spende stehe daher nichts mehr im Wege, sagte Dana Schnabel.

In den nächsten Wochen wird Mika Schnabel auf den Eingriff vorbereitet. Zur Zeit befindet er sich in einer Klinik in Bonn, in der er behandelt wird. Nach weiteren Gesundheitschecks für Mika könnte es bereits Anfang Mai mit der vorbereitetenden Behandlung für die Stammzellentherapie begonnen werden. Der Eingriff ist jedoch erheblich. Damit die gespendeten Stammzellen von Mikas Körper nicht abgestoßen werden, muss sein Immunsystem in einer Chemotherapie vollkommen ausgeschaltet werden. Während dieser Phase befindet sich Mika in einer speziellen Quarantäne, die ihn vor Infektionen schützen soll. Im besten Fall können Mitte Mai die Stammzellen übertragen werden. Nach weiteren zwei Wochen könnte es erste Ergebnisse geben, ob die Stammzellen in Mikas Körper anwachsen. In diesem Fall könnte Mika Mitte Juni in eine normale Klinik verlegt werden.

Zwei Jahre würde es dauern, bis Mika alles überstanden habe, sagt seine Schwester.

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