Nach 18-jährigem Vorsitz des Ortsverbandes

Hammer folgt auf Kaluza: Neuenrader FDP stellt sich völlig neu auf

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Verabschiedung: Michael Hammer bedankte sich als neuer Vorsitzender des Ortsverbandes bei Vorgängerin Claudia Kaluza für die geleistete Arbeit.

Neuenrade – Die FDP Neuenrade stellt sich völlig neu auf. Claudia Kaluza, die in Neuenrade als Ortsverbandsvorsitzende über 18 Jahre das Gesicht der Liberalen darstellte, trat im Rahmen des Parteitages jetzt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl an.

Michael Hammer, der unlängst von den Freien Wählern zur FDP gewechselt war, wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Stellvertretender Vorsitzender wurde der 28-jährige Jan Schäfer. Schäfer ist, wie auch Hammer, Polizeibeamter. Er lebt mit seiner Partnerin in Neuenrade und ist noch nicht all zu lange Mitglied bei den Liberalen. Als Schatzmeister konnte die FDP Rainer Krause gewinnen, der als ehemaliger Kreis- und Ortsschatzmeister über entsprechende Erfahrungen verfüge, hieß es von Hammer.

Der neue Vorsitzende würdigte das langjährige Engagement Kaluzas, die den Vorsitz „schweren Herzens“ aufgeben musste. Auch der Ehrenvorsitzende der FDP, Volker Listringhaus, zeigte sich erleichtert, dass „seine FDP“ auch in Zukunft in Neuenrade weiter Bestand habe und gut aufgestellt sei. Zehn Mitglieder hat der Ortsverband. Der neue Vorstand möchte die FDP mit voller Kraft in die Kommunalwahl 2020 führen.

Hammer riss an, was seines Erachtens die Bürger in Neuenrade bewegt. Lobend hob er hervor, dass Bahnübergänge und Bushaltestellen barrierefrei gestaltet werden. Doch eben auch weitere öffentliche Einrichtungen wie das Rathaus oder Schulen sollten barrierefrei sein. „Leider wird mit dem Medizinischen Versorgungszentrum, wie zuvor schon beim Stadtmuseum, bei einer weiteren kommunalen Einrichtung von vorneherein auf die Barrierefreiheit verzichtet“, sagte Hammer mit Blick auf den geplanten Standort an der Zweiten Straße in der Praxis von Michael Beringhoff.

Kritisch merkte Hammer zudem an, dass „ohne Not“ eine Tempo-30-Zone an der Bahnhofstraße/Schöntaler Weg eingerichtet worden sei. Nachvollziehbare Begründungen für die Umwandlung, beispielsweise Schulen oder Kindergärten in der Nähe, gebe es nicht. Es seien sogar Steuergelder verwendet worden, verwies der neue Vorsitzende auf das Abfräsen der Mittelleitlinie, um die Rechtmäßigkeit der 30er-Zone herzustellen.

„Die FDP meint, dass diese gut ausgebaute Straße einfach beim zuvor geltenden Tempo 50 bleiben sollte, um so eine Entlastung für die B 229 zu ermöglichen“, sagte Hammer.

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