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Messe-Betrieb läuft wieder an: Unternehmen aus dem MK präsentiert Transportsystem ohne Fahrer

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Von: Peter von der Beck

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IBG gilt als Vorzeigeunternehmen und wird gerne von Politikern besichtigt. Hier begrüßt ein IBG-Roboter den inzwischen als NRW-Ministerpräsidenten vorgeschlagenen Hendrik Wüst (CDU).
IBG gilt als Vorzeigeunternehmen und wird gerne von Politikern besichtigt. Hier begrüßt ein IBG-Roboter den inzwischen als NRW-Ministerpräsidenten vorgeschlagenen Hendrik Wüst (CDU). © Peter von der Beck

Nach mehr als eineinhalb Jahren läuft etwas nun langsam wieder an, was früher gang und gäbe war: Mit Kunden leibhaftig von Angesicht zu Angesicht sprechen.

Das freut die Messegesellschaften. Und auch die heimische IBG-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Neuenrade ist wieder unterwegs. Bei der nächsten „Trade Fair for Industrial Automation“ in Essen werden die Automatisierungsexperten dabei sein.

Die Fachmesse liefert die aktuellen Entwicklungen in der Rhein-Ruhr-Region. IBG werde dort eine der größten Anlagen der ausstellenden Hersteller aufbauen, hieß es aus dem Unternehmen. Die IBG Automation wird „fahrerlose Transportsysteme“ und „mobile Robotik“ präsentieren. Anlagen, die vor allem in der Logistik Arbeitsprozesse automatisieren und beschleunigen.

Unterstützung für den Menschen

Das kann auch ein futuristischer Gabelstapler sein – allerdings ohne Gabelstaplerfahrer. Die Anwendungsgebiete sind da zahlreich und es geht dabei nicht nur unbedingt darum, den Menschen zu ersetzen, sondern zu unterstützen – für mehr Effizienz.

„Die fahrerlosen Transportsysteme, auch Automatic Guides Vehicle oder kurz AGV genannt, spielen eine immer bedeutendere Rolle“, erläutert IBG-Mitarbeiter Tim Brosko. Ob bei Ikea im Hochregallager, als innerbetrieblicher Lastenesel bei einem Druckmaschinenhersteller oder an anderer Stelle der Logistik – ohne Menschen oder im Zusammenspiel mit Menschen. Tim Brosko ist ganz begeistert von den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten dieser Technologie: „Das ist Arbeitsoptimierung und Ablaufoptimierung in Kollaboration mit allen anderen Komponenten im Produktionsablauf.“

Sieben Tage in der Woche, 24 Stunden lang

So können derartige Systeme schlicht und einfach Konstrukteure entlasten, Material holen, Wege ersparen und all jene unangenehmen, kraft- und zeitraubenden Dinge erledigen: Sieben Tage in der Woche, 24 Stunden lang. Ausgestattet sind die Geräte mit 3D-Scannern, Sensoren, vordefinierten Anweisungen oder Verhaltensregeln, die zu einer entsprechenden Reaktion bei einem Hindernis führen. Natürlich können die Geräte vernetzt sein und mit anderen kommunizieren. Programmierer von IBG, die alle möglichen Programmiersprachen beherrschen, passen die Systeme an jeden Kundenwunsch an. Diese Individualisierung sei laut Tim Brosko möglich, weil im Hause „50 Programmierer arbeiten“. Auch mobile Robotik präsentiert IBG auf der Essener Messe. Dabei geht die eine Komponente mit der anderen Hand in Hand. „Ein Roboter wird nur mobil mit unseren AGV“, sagt Brosko.

Es scheint rund zu laufen bei IBG, das Unternehmen „stellt massiv ein“. In der Tat: Wer Projektcontroller, Ingenieur oder Konstrukteur ist, sollte sich bei IBG in Neuenrade bewerben. Gesucht werden dort auch Roboter-Programmierer, Mechatroniker und Monteure. Einziger Wermutstropfen ist die weltweit angespannte Situation mit der Halbleiter-Beschaffung, die wohl zurzeit generell problematisch ist.

Rund 100 Aussteller

Bleibt noch ein Blick auf die Messe: In Essen stellen rund 100 Hersteller aus dem Bereich Automation mit Künstlicher Intelligenz und Robotik aus. Es ist eine reine Fachmesse, die mehrere Ableger in anderen Städten hat. Die „all about automation Messen“ sind regionale Plattformen . „Sie zeichnen sich durch ein Konzept aus, das Zeit für den Dialog ermöglicht und den Fokus auf das lösungsorientierte Fachgespräch legt“, schreiben die Veranstalter. Die Teilnehmer seien auf der Höhe der Zeit. „Hersteller, Händler und Distributoren zeigen auf der Messe den aktuellen Stand industrieller Automatisierungstechnik für Anwendungen in der Fertigungs- und Prozessautomatisierung.“

IBG hat sich innerhalb von 35 Jahren von einem Ingenieurbüro „zu einem führenden Entwicklungsdienstleister im Bereich Automatisierung und Anlagenbau entwickelt“, heißt es auf der IBG-Homepage. Mit mehr als 280 Mitarbeitenden an Standorten in Deutschland, Europa, Asien sowie Nordamerika konzipiert das Unternehmen individuelle Produktionssysteme bis hin zur Inbetriebnahme. Die IBG-Anwendungen werden in fast allen Bereichen der Industrie eingesetzt: Von Automotive, Pharmazie, Chemie über Luft-/Raumfahrt, Elektronik, bis hin zur Telekommunikation. IBG kooperiert eng mit technischen Hochschulen.

Die IBG ist am 27. und 28. Oktober in der Messe Essen am Stand 112 in der Messehalle 1 zu finden.

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