Merschmeier-Elf landet „Meistermacher“-Coup

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In die Zange genommen: Alex Braun (links), Doppeltorschütze Tobias Könnecke und der SV Affeln rissen den Tabellenzweiten SuS Langscheid/Enkhausen aus allen Aufstiegsträumen.

AFFELN - Das Gefühl, ein „Meistermacher“ zu sein, behagte Affelns Trainer Stefan Merschmeier ganz und gar nicht: „Die Liga ist jetzt natürlich nicht mehr so spannend. Dafür müssen wir uns ja schon fast entschuldigen“, äußerte der SVA-Coach zum 2:0 (1:0)-Coup seiner Truppe über den Tabellenzweiten SuS Langscheid/Enkhausen II.

Durch die Schützenhilfe von der Stummel hat Primus Langenholthausen seinen Vorsprung auf sechs Zähler ausbauen können.

Das bisschen Wehmut in Merschmeiers Spielbewertung stand auch in Zusammenhang mit den eigenen verpassten Möglichkeiten in dieser Saison: Denn mit dem gestrigen Erfolg zeigte sein Team, was in ihm stecken kann. „Die Jungs haben eine konzentrierte Leistung geboten“, lobte SVA-Coach Merschmeier, dessen Taktik gegen die Westfalenliga-Reserve vom Sorpesee aufging.

Mit einem gestaffelten Sechsermittelfeld machten seine Kicker die Räume eng und ließen den spielstarken Gästen kaum Möglichkeit zur Entfaltung. Da in der SVA-Dreierkette zudem Bock zu Glanzform auflief, musste Torwart Kortmann nur selten eingreifen. „Matthias hat herausragend gespielt und fast überhaupt keinen Zweikampf verloren. Er war ein Garant für unseren Sieg“, verteilte SVA-Coach Merschmeier für seinen Defensivrecken eine Eins mit Sternchen.

Den Zuschauern boten die SVA-Kicker aber keineswegs nur eine engagierte Abwehrschlacht: Immer wieder gelang es den Gastgebern auch, gepflegt nach vorne zu spielen und Chancen zu kreieren. „Der SuS hatte vielleicht mehr Ballbesitz, aber wir waren gefährlicher“, beschrieb Merschmeier die Verhältnisse. Die Führung fiel nach einem Fünfmeter-Abstoß von Kortmann, den David Glowotz per Kopf direkt in den Lauf des über halbrechts gestarteten Könnecke leitete: Der Torjäger ließ SuS-Torwart Alteköster mit einem Schuss in die lange Ecke keine Chance – 1:0 (24.).

Kurz vor dem Seitenwechsel hatten die Affelner Glück: Der Querbalken verhinderte einen Gästetreffer – und so konnten die Stummel-Kicker die knappe Führung mit in die Halbzeit nehmen. Nach Wiederanpfiff erhöhte der Tabellenzweite den Druck und schnürte den SVA in dessen Hälfte ein. „Wir hatten in dieser Phase Glück. Zum einen, dass wir keinen kassieren, zum anderen, dass wir selbst einen machen“, äußerte Merschmeier. Könnecke markierte mitten in die SuS-Drangperiode seinen zweiten Tagestreffer (58.) aus dem Gewühl heraus, das nach einer Ecke von Oscar Glowotz entstanden war. Könnecke (88./aus zwei Metern vorbei) – hätte auch noch den Hattrick erzielen können.

SVA: Kortmann – Aßhoff, Bock, Linder – Mat. Müller, Midderhoff, Braun, O. Glowotz, Wolf (75. M. Müller), Könnecke (84. A. Müller) – D. Glowotz

Schiedsrichter: Latusek (Sundern)

Tore: 1:0 (24.) Könnecke, 2:0 (58.) Könnecke

Von Nico Schwarze

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