Mehr Wohnraum für Neuenrade

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Hier soll gebaut werden.

Neuenrade - Zwischen Werdohler Straße (B 229) und Wieser Weg soll neuer Wohnraum entstehen: Planungen sehen zwei Mehrfamilienhäuser vor.

Kommende Woche beschäftigt sich der Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss mit den Plänen. Bislang befindet sich an der betreffenden Stelle eine Grünfläche, die im Osten durch das Gelände des Drahtwerks Elisental, im Westen durch die Straße Gosekamp begrenzt wird. Nach ihr ist auch der Bebauungsplan „Gosekamp II“ benannt, dessen Aufstellung und öffentliche Auslegung am Montag, 22. Januar, der Ausschuss, im Februar dann der Rat beschließen soll.

Das Gelände gehört dem Drahtwerk, das an diesem Standort aber keine Erweiterungen plant. Für diesen Zweck hat das Drahtwerk Elisental ein Grundstück im Küntroper Gewerbegebiet als Reservefläche erworben, wie Geschäftsführer Daniel Wingen gegenüber unserer Zeitung erklärte. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Wohnraum in Neuenrade habe das Unternehmen deshalb der Stadt vorgeschlagen, am Gosekamp Wohnhäuser zu errichten. „Für die Anwohner wäre das eine deutliche Verbesserung“, findet Wingen. Bauamtsleiter Marcus Henninger begrüßt diese Entwicklung aus Sicht der Stadt Neuenrade.

Dafür sei allerdings die Neuaufstellung eines Bebauungsplans notwendig, auch wenn die künftige Bebauung vom Baukörper her kleiner ist als die bisher mögliche, denn der bestehende Bebauungsplan „Elisental“ von 1983 erlaubt viergeschossige Gewerbegebäude. Entscheidend ist in diesem Fall die Nutzung: Statt Gewerbe- sollen Wohnflächen entstehen. Das steht im Einklang mit dem übergeordneten Flächennutzungsplan, der für diesen Bereich ebenfalls eine Wohnbebauung vorsieht. Auf dem etwa 3500 Quadratmeter großen Areal sollen zwei Wohnhäuser mit Flachdach errichtet werden.

 Die Erschließung soll über den Wieser Weg erfolgen. Im Osten, zum Drahtwerk hin, sind Flächen für Bäume, Sträucher und sonstige Bepflanzungen vorgesehen. Der Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss soll dem Rat die Aufstellung des Bebauungsplans sowie die öffentliche Auslegung und Beteiligung der Behörden vorschlagen. Weil es sich um eine Nutzbarmachung im Rahmen der Innenstadtentwicklung handelt und die Fläche kleiner als 20 000 Quadratmeter ist, ermöglicht das Baugesetzbuch ein beschleunigtes Verfahren.

 Das bedeutet, dass Bürger und Träger öffentlicher Belange, etwa die Umweltbehörden, nur einmal angehört werden müssen. In Fällen, in denen das beschleunigte Verfahren nicht möglich ist, so wie zuletzt „Auf dem Felde II“, erfolgt das zusätzlich bereits vor Aufstellung des Bebauungsplans im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung. Im Fall „Gosekamp II“ hat schon im Vorfeld ein Gutachterbüro einen Bericht erarbeitet, der mögliche Lärmbelästigungen durch das nahegelegene Drahtwerk Elisental untersucht.

Der Gutachter kommt zu dem Schluss, dass trotz der ausgedehnten Betriebszeiten (sieben Tage pro Woche, an Wochentagen rund um die Uhr) und des Werksverkehrs die Grenzwerte für Geräuschemissionen nicht überschritten werden. Weil das Drahtwerk Elisental auch Inhaber der neu zu bebauenden Fläche ist und die beiden Häuser im Auftrag der Inhaberfamilie Wingen entstehen sollen, ist sich Daniel Wingen sicher, dass das Vorhaben – eine Genehmigung des Bebauungsplans vorausgesetzt – auch tatsächlich umgesetzt wird.

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