„Weil die einfach gute Musik auflegen“

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Ernst Dirks macht seit mehr als sieben Jahren das „NEUENRADIO“ und hat mehr als 100 Sendungen für die Bewohner des EAZ produziert. Zusammen mit Heimleiterin Petra Wegner sucht er nun ehrenamtliche Helfer für das Radioteam.

Neuenrade - Im evangelischen Altenzentrum (EAZ) gibt es einen hauseigenen Radiosender, der bei den Bewohner sehr populär ist. Verantwortlich ist Ernst Dirks. Nun sucht er dringend ehrenamtliche Helfer - „egal ob Mann oder Frau“ - die ihn bei seiner Arbeit im Radiostudio im Keller der Einrichtung unterstützen.

Seit 2007 sind Dirks und Co. im Evangelischen Altenzentrum auf Sendung und aus ihrem kleinen Studio versorgen sie die Bewohner mit Unterhaltungsmusik. Die Macher des „NEUENRADIO“ und ihr Programm kommen bei den Bewohnern an.

Jetzt zieht Ernst Dirks die Reißleine und startet einen kleinen Hilferuf: Dem hauseigenen Rundfunkteam gehen die ehrenamtlichen Mitarbeiter aus. Personelle Verstärkung erhofft er sich von denen „die gerne Radio machen wollen, auf die setzen wir, die sind uns herzlich willkommen.“ Vorstellbar sei auch die Kooperation mit anderen Haussendern.

Ernst Dirks zählt zu den Gründern des hauseigenen Rundfunks. Radio machen war schon immer sein Ding und den eigentlichen Anstoß bekam er vor zehn Jahren im Kreiskrankenhaus in Lüdenscheid. Auf einem Infoblatt wurden auch dort ehrenamtliche Mitarbeiter für den Hausfunk gesucht.

Der Neuenrader schaltete relativ schnell, erste Erfahrungen im Umgang mit der Meldung wichtiger Nachrichten und unterhaltsamer Musik bekam er im Amalie-Sieveking-Haus in Lüdenscheid. Nach zwei Jahren suchte Ernst Dirks den Kontakt zur heimischen EAZ-Leitung - und wurde prompt mit offenen Armen aufgenommen.

Der Vorschlag fiel nicht nur bei der Leitung auf fruchtbaren Boden, auch die finanzielle Seite konnte geklärt werden. Es waren Sponsoren (aus Institutionen, Verbände und gönnerhaften Privatpersonen) die den Erwerb der technischen Geräte für das kleine Studio ermöglichten.

 Aber auch daran erinnert sich Ernst Dirks: „Mit Günter Handschuh von Radio MK haben wir einen sehr guten Berater an unserer Seite gehabt, er hat uns maßgeblich beim praktischen Aufbau geholfen.“ Und der Name „NEUENRADIO“ ist einem Aufruf in einer Tageszeitung zu verdanken. Radio war als Name zu einfach aber „NEUENRADIO“ fand die Zustimmung. Das hat sich bewährt. Petra Wegner (Einrichtungsleitung) kann sich den hauseigenen Rundfunk nicht mehr wegdenken: „Der zählt mit zu unserem Angebot“.

Fast 100 Sendungen hat das „NEUENRADIO“ inzwischen im EAZ geschafft. Jeweils am ersten Dienstag im Monat sind die Rundfunkmacher auf Sendung, zwei Stunden (von 14.30 Uhr bis 16,30 Uhr) sind sie in der Halle beziehungsweise im Erdgeschoss des EAZ zu hören.

Die beliebten Ohrwürmer kommen bei den Bewohnern an, unterhaltsame Musik von Ireen Sheer bis Semino Rossi und von Andy Borg bis Roy Black sind die rhythmischen Renner, die Bewohner des EAZ wissen es zu schätzen, was da aus dem Lautsprecher kommt. Und so ganz nebenbei erfahren sie, wer am Sendungstag oder im betreffenden Monat Geburtstag hat und welche kleinen Dinge aus dem Leben den Alltag in Neuenrade bestimmen.

Die EAZ-Bewohner halten mit ihrer Zustimmung nicht hinter dem Berg. Der 73-jährige Günter Kringe ist voll des Lobes „und hört regelmäßig unseren hauseigenen Rundfunk, weil die für uns die richtige Musik spielen“ und so ganz nebenbei freut er sich, wenn ihm das Rundfunk-Team über den Weg läuft und es zu einem Schwätzchen kommt.

Das Musikverständnis ist für Günter Kringe selbstverständlich - er ist vorbelastet, hat einst selbst Musik gemacht und an der Orgel gesessen. Auch Ingrid Kämper-Bluhm (73) findet viel Zustimmung für das Rundfunkteam, „weil die einfach gute Musik auflegen, die bei uns ankommt“ lobt die gebürtige Neuenraderin. Und das EAZ ist stolz darauf, ein Rundfunkteam im eigenen Haus zu haben. „weil sich das bewährt hat.“

Und genau dieses Engagement wollen die Macher von NEUENRADIO beibehalten. Neben Ernst Dirks ist es Thomas Schlotmann, der von Anfang an zum Rundfunkteam gehört. Beide Rundfunkmacher gehen nicht „einfach so“ auf Sendung. Einige Tage vor der Ausstrahlung werden Playlisten erstellt, die Themen werden besprochen und erörtert. An Musiktiteln herrscht kein Mangel, hunderte von CD’s sind griffbereit aufgestellt und auf der Festplatte gibt es rund 3000 weitere Titel. Und dann heißt es „Bitte Ruhe“, alles ist auf Sendung.

Weitere Infos gibt Ernst Dirks unter Tel.: 0 23 92/6 26 25.

Von Udo Schnücker

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