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Mehr Platz für die Kinder: So wird der Kindergarten in Affeln ausgebaut

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Von: Peter von der Beck

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Der Kindergarten in Affeln wird in diesem Bereich aufgestockt. Damit wird man dem gestiegenen Raumbedarf der Einrichtung, aber auch den Brandschutzauflagen gerecht.
Der Kindergarten in Affeln wird in diesem Bereich aufgestockt. Damit wird man dem gestiegenen Raumbedarf der Einrichtung, aber auch den Brandschutzauflagen gerecht. © von der Beck, Peter

Knapp 60 Quadratmeter Nutzfläche werden es mehr für die städtische Kita in Affeln. Wird der neue Flur noch hinzugerechnet, so werden es sogar 90 Quadratmeter. Die Erweiterung wird die Situation in dem Kindergarten erheblich verbessern. Kinder und Erzieherinnen profitieren.

Martin Eichelberg, Architekt und Diplom-Ingenieur bei Schnabel Architekten und Ingenieure, erläutert das Projekt: Die Bildungsstätte in dem Neuenrader Ortsteil stamme aus den 1970er-Jahren und bestand wohl zunächst nur aus dem Erdgeschossensemble. Eine erste Aufstockung habe das Gebäude in den 2000ern erfahren. „Und nun wird das Gebäude abermals im Obergeschoss erweitert.“ Gestalterisch orientiere man sich an der vorhandenen Architektur.

Insbesondere die U3-Betreuung werde verbessert. Ein Pflegebereich und Mini-WC entstehen. Hinzu komme ein Schlafraum für die Kleinen. Die Erzieherinnen dürfen sich über einen Personalraum freuen. Brandschutzauflagen führten zudem dazu, dass eine zusätzliche Außentreppe angebracht werden müsse, erläuterte Martin Eichelberg von Schnabel Architekten. Der Fachmann wies noch auf einen ganz anderen Vorteil der Erweiterung hin: „Auch der schlechte Zustand der vorhandenen Dächer wird beseitigt.“ Man werde eine Gefälle-Dämmung aufbringen und dadurch insgesamt auch für eine energetische Verbesserung des Gebäudes sorgen. Vorbereitet werde zudem die Möglichkeit, dort eine Fotovoltaik-Anlage aufzubringen. Das werde von der Statik her entsprechend aufbereitet.

Bis Ende 2023 muss alles fertig sein

Für die Bauarbeiten und die Inbetriebnahme gibt es einen groben Zeitplan. „Ende 2023 sollte alles abgerechnet sein. Wir versuchen das aber noch eher hinzubekommen“, sagte Eichelberg. Hinzu kommt allerdings, dass der Ausbau des Kindergartens „während des laufende Betriebs“ erfolgen muss. „Das ist alles nicht einfach. Die Kinder müssen ja auch nach draußen. Die Baustelle muss daher wegen der Kinder entsprechend abgesichert werden.“

Aktuell ist Eichelberg noch mit der Ausführungsplanung betraut, dann werden die Arbeiten ausgeschrieben. Ab Herbst kann erst ein genauerer Zeitplan aufgestellt werden. Und natürlich schon ein Baustart erfolgen.

Steigen die Kosten?

Angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen in der Branche sind Prognosen, was Baukosten und Bauzeiten anbelangt, schwierig. Amtsleiter Marcus Henninger sagte dazu im Ausschuss für Schule, Sport, Jugend und Soziales, dass man „zum Zeitpunkt der Antragstellung von 617 000 Euro ausgeht“. 90 Prozent der Summe werde gefördert. Ob das Geld ausreicht, wisse keiner. Deadline zur Fertigstellung sei Ende 2023. Dann müsse alles fertig sein – „wegen der Fördermittel“.

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