Mehr Naturschutz in Neuenrade: Das fordern die Freien Wähler

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Blühstreifen entlang von Straßen wünscht sich die FWG Neuenrade demnächst verstärkt auch in Neuenrade und richtete deshalb einen Antrag an den Stadtrat

Neuenrade - Die Freie Wählergemeinschaft Neuenrade (FWG) macht sich für den Naturschutz in der Hönnestadt stark. So sollen auf geeigneten städtischen Flächen verstärkt Blühstreifen beziehungsweise Blühflächen entstehen.

Zudem wünschen sich die Freien Wähler ein begleitendes Maßnahmenkonzept zum Schutz von Insekten in Neuenrade. 

Mit Fördermitteln soll die Stadt verstärkt Blühflächen auf ihrem Grund realisieren und zudem für ein Konzept zum Schutz von Insekten auch Eigentümer von Privatflächen mit ins Boot holen. So steht es in einem Antrag der FWG an den Stadtrat, den die Wählergemeinschaft jetzt im Rathaus eingereicht hat. 

Auch Vorschläge, wo solche Blühflächen realisiert werden können, enthält der Antrag bereits. Die Freien Wähler sprechen sich für Teilflächen im Bereich des Feuerwehrhauses an der Bahnhofstraße, Grünflächen im Bereich des Kreisverkehres B 229 und im Kreuzungsbereich Schütteloher Weg/Leopoldsweg aus. Zudem im Bereich der Alleebäume an der B229 (bei der Firma IBG), an der Villa am Wall, im Umfeld der Hönnequellschule und im Bereich der Einmündung Wieser Weg/Werdohler Straße (B 229). 

Aktuelles Thema auch in Neuenrade

„Die abnehmende Artenvielfalt und der Rückgang von Wildblumen-, Insekten- und Vogelbeständen ist ein aktuelles Thema, das auch vor der Natur in Neuenrade nicht Halt macht. Immer mehr Flächen werden asphaltiert, Gärten und Vorgärten werden zu großflächigen Steingärten umfunktioniert und die Flora und Fauna hat das Nachsehen“, begründet die FWG ihren Antrag, der vom Fraktionsvorsitzenden Bernhard Peters unterschrieben ist. 

Die Lebensbedingungen der Blüten bestäubenden Insekten hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten bedingt durch die immer intensivere Agrarwirtschaft „dramatisch verschlechtert“. „Überdeutlich ist dies an den hohen Verlusten an Honigbienenvölkern in den vergangenen Jahren zu erkennen“, schreibt Peters. 

Beitrag gegen das Insektensterben

Zudem beklagt er neben dem mangelnden Nahrungsangebot für Insekten in Form von Wildblumen und -kräutern auch das zunehmende Verschwinden der Nistmöglichkeiten. Mit dem Anlegen der Blühstreifen und -flächen soll auch in Neuenrade etwas gegen das Insektensterben getan werden. 

„So können wieder Lebensräume und Nahrungsquellen für Insekten und weitere Arten geschaffen werden. Darüber hinaus haben Blühflächen eine wichtige Bedeutung für die Bereicherung und Aufwertung des Landschaftsbildes“ heißt es in dem Antrag. Die Schönheit der Blühflächen könne dazu beitragen, dass in einer breiten Öffentlichkeit die Akzeptanz gegenüber Naturschutzmaßnahmen verbessert werde. Ein weiteres Plus für die Freien Wähler: Der Pflegeaufwand für Blühflächen sei über das Jahr gesehen geringer als für Rasenflächen, da ein regelmäßiges Mähen nicht mehr erforderlich werde. 

FWG möchte auch Landwirte motivieren

Auch Landwirte möchte die FWG motivieren, mehr Naturschutz in ihre Arbeit zu integrieren. Peters verweist auf bereits existierende Fördermöglichkeiten durch Bund und Land für die Anlegung von Blühflächen an den Rändern von Feldern und Wiesen. „Diese Maßnahmen sollten den Landwirten von der Stadt ausdrücklich empfohlen werden“, schreibt Peters. 

Die Idee, Blühflächen anzulegen sei zwar nicht neu, schreibt Bernhard Peters, aber durch die Beauftragung der Stadt mit dieser Aufgabe, werde dies zu einer regelmäßigen Aktivität der Verwaltung zum Schutz der Umwelt. 

„Blühflächen sind das ganze Jahr über schön anzusehen, sie helfen der Natur in unserem unmittelbaren Umfeld und es werden Pflegekosten eingespart“, heißt es abschließend.

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