Mehr Kriminalität mit Drogen

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Symbolbild: Rauschgiftdelikte nahmen im vergangenen Jahr in Neuenrade erheblich zu. In der Vergangenheit spielten in Neuenrade dabei auch Indoor-Plantagen immer wieder eine Rolle.

Neuenrade - Was die Kriminalitätsstatistik anbelangt, so weist Neuenrade in bestimmten Bereichen Zuwächse an Straftaten auf - vor allem im Bereich der Drogenkriminalität. Gemessen an den reinen Fallzahlen wird es in Neuenrade zumindest statistisch sicherer.

Denn so haben die Straftaten in Neuenrade im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Das geht aus dem aktuellen Zahlenwerk hervor, welches die Kreispolizeibehörde gestern präsentierte. Demnach gab es unter dem Strich immerhin 22 Straftaten weniger. Insgesamt verzeichneten die Kriminalstatistiker 422 Taten für 2017.

Neuenrade liegt mit seiner sogenannten Kriminalitätsbelastung – eine von der Polizei entwickelte Kennziffer, die sich auch an der Bevölkerungszahl orientiert – ganz gut im Vergleich zu den übrigen Städten des Märkischen Kreises. Nur in Balve und Herscheid war weniger los. Dabei weist die Polizei daraufhin, dass diese Kennzahlen von Jahr zu Jahr schwanken.

Straftaten gegen das Leben gab es im vergangen Jahr keine. Gleichwohl wurden zwei Sexualdelikte aktenkundig, zwei Raubdelikte und 54 Fälle von Körperverletzung, darunter sogar 16 Fälle von schwerer und gefährliche Körperverletzung. Unter dem Strich nahm die Gewaltkriminalität aber leicht ab, gleiches gilt für die Computerkriminalität und die Straßenkriminalität. Zurückgehende Zahlen gab es auch im Bereich Diebstahl.

Gleichwohl sind die Fallzahlen interessant: 17 Einbrüche gab es noch 2016 – jetzt wurden nur noch 10 registriert. Gleichwohl gab es eine Zunahme an Diebstahl aus Autos. Immerhin sieben Fälle registrierte die Polizei. Drei Taschendiebstähle gab es auch noch. Im Jahr zuvor lag die Zahl mit 8 fast dreimal so hoch.

Eine drastische Zunahme gab es bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten (Das reicht von Betrug bis hin zum Schwarzfahren). Mehr als 100 Fälle wurden hier aktenkundig, eine Zunahme um 67 Prozent. Die Zahl der Rauschgiftdelikte hat sich mit 65 Fällen auch mehr als verdoppelt.

Auch über die Täter liefern die Statistiker Material: Knapp 80 Prozent der Tatverdächtigen in Neuenrade sind 21 Jahre und älter. Die Zahl der Tatverdächtigen zwischen 8 und 14 Jahren liegt immerhin bei knapp 4 Prozent. 6,6 Prozent der Tatverdächtigen sind Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren. Eine relativ große Gruppe bildet die Zahl der jungen Erwachsenen: Das sind etwas mehr als zehn Prozent. Und noch der Blick in die Vergangenheit: 2011 werden für Neuenrade noch 490 Straftaten verzeichnet. Damals wurden unter anderem im Bereich Wohnungseinbrüche 25 Fälle registriert, 2017 eben nur 7.

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