Mehr Kooperation zwischen Neuenrade und Balve in Sicht

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Die Bürgermeister von Neuenrade, Antonius Wiesemann, und Balve, Hubertus Mühling (beide sitzend), besiegeln im Beisein von Standesbeamtin Andrea Schäfer (links), Sabine Rogoli (2. von links), Marcus Henninger (Mitte), Anette Meller (2. von rechts) und Marcus Kauke die Zusammenarbeit in Sachen Standesamt.

Neuenrade - „Das ist nur ein kleiner Schritt. Der erste handfeste Pakt zur interkommunalen Zusammenarbeit“, sagten beide Bürgermeister am Montag bei einer Vertragsunterzeichnung.

Der Balver Bürgermeister Hubertus Mühling und Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann kamen im kleinen Sitzungssaal (Trauzimmer) zusammen um die Kooperation beider Städte zur fachlichen Zusammenarbeit im Standesamtbereich zu besiegeln (zunächst auf Probe). 

Dabei geht es natürlich um Eheschließungen, aber auch um die Beurkundung von Sterbefällen. Die beiden Verwaltungen unterstützen sich nun personell. Die Standesbeamten aus Neuenrade können nun hoheitliche Aufgaben in Balve erfüllen und umgekehrt. Dann gibt es bei personellen Ausfällen keine Engpässe mehr. Die Standesamtmannschaften beider Städte – auf Neuenrader Seite Amtsleiter Marcus Henninger mit den Standesbeamtinnen Sabine Rogoli und Andrea Schäfer; aufseiten Balves, Fachbereichsleiter Marcus Kauke und Standesbeamtin Anette Meller – tauschten dann noch die Siegel aus und die Standesbeamtinnen bekamen von den Bürgermeistern noch Bestellungsurkunden, welche diese Art der Arbeitnehmerüberlassung regeln. 

Schäfer absolviert 1000. Trauung

Eine besondere Ehrung erfuhr noch Andrea Schäfer: Bürgermeister Antonius Wiesemann überreichte ihr einen Blumenstrauß. Sie hatte in diesem Jahr ihre 1000. Trauung absolviert. 

Was die weitere interkommunale Zusammenarbeit in den kommenden Jahren anbelangt, so hielten sich die beiden Bürgermeister – die diese Bestrebungen zuvor vollmundig verkündet hatten – anschließend bei Nachfrage zu Details zurück. Beispiele wie die Kooperationen Nachrodt-Wiblingwerdes mit Altena veranlassten Hubertus Mühling dazu zu betonen, dass Nachrodt ja nur Juniorpartner der Altenaer sei. 

"Wir sind auf Augenhöhe"

Zwischen Balve und Neuenrade sei das etwas anderes. „Wir sind da auf Augenhöhe. Das muss beibehalten werden“. Zudem sagte Mühling, gebe es noch viele Kirchtürme in der Lokalpolitik. Und dass Kooperationen nicht immer gelingen würden, zeige ja das Ende des gemeinsamen Stadtbetriebes Iserlohn-Hemer. 

Doch: Neuenrade und Balve seien ja schon in vielen Gebieten gemeinsam unterwegs, sagte Mühling und verwies zudem noch auf das erfolgreiche EU-Projekt Leader, bei der gleich vier Städte kooperierten. Auch Bürgermeister Wiesemann betonte in Sachen interkommunaler Zusammenarbeit: „So etwas muss wachsen“.

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