Mehr als 140 Kinder in Neuenrade eingeschult

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Die erste Unterrichtsstunde in der 1d der Burgschule.

Neuenrade - Mit dem Schritt durchs Sonnenblumentor oder durch das Spalier der zukünftigen Mitschüler begann gestern für 141 Neuenrader Kinder ein neuer Lebensabschnitt: Sie wurden in der Waldorfschule, der Burgschule und der Grundschule Altenaffeln eingeschult.

„Wer ist eigentlich dieser Ernst des Lebens? Klaut der mir die Geschenke oder erschreckt er mich?“ Mit der Geschichte eines ängstlichen Mädchens, dem vor der Einschulung erzählt wurde, dass nun der Ernst des Lebens auf sie zu käme, eröffnete Awerd Riemenschneider, Schulleiter der Burgschule und der Grundschule Altenaffeln, seine Rede im Kaisergarten, der so voll war, dass die Sitzplätze nicht mehr ausreichten.

Die neuen Schulkinder sollen keine Angst vor dem vor ihnen liegenden Abschnitt haben: „Eure Lehrer werden dafür sorgen, dass es keine Probleme gibt. Ihr werdet auch ganz schnell Freunde finden. Ab heute gehört ihr zu uns – und wir gehören zu euch.“ Mit einem Alphabet-Rap und dem Lied „Alles Banane“ wurden die neuen Schüler auch musikalisch willkommen geheißen. Genauso in der Waldorfschule: „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ war nicht nur der Titel des Liedes, das vorgetragen wurde, sondern war auch hier das Leitmotiv in der Begrüßungsveranstaltung:

Die 16 Kinder müssen keine Angst vor dem Start ins Schulleben haben. An der Hand von Siebtklässlern kamen sie zur Bühne, wo jeder eine Sonnenblume überreicht bekam und anschließend durch das Sonnenblumentor auf die Bühne trat. „Ich freue mich auf die nächsten acht Jahre, die vor uns liegen. Heute ist ein besonderer Tag für euch, ihr seid aufgeregt und einige sind sicher auch etwas ängstlich. Versucht, nicht aufgeregt zu sein. Gemeinsam werden wir das schaffen“, sagte Lehrerin Sarah Mai zur Begrüßung. In der Altenaffelner Grundschule begannen gestern 22 Kinder – darunter 15 Jungen – ihre Schullaufbahn.

Einschulungsfeiern in Neuenrade und Affeln

Es ging moderat zu in der ersten Unterrichtsstunde: Lehrerin Iris Schulte nahm mit den Kindern die Geschichte von dem Löwen Leo durch, der an seinem ersten Schultag etwas ängstlich ist. Während die Kinder ihre erste Unterrichtsstunde genossen, tummelten sich Eltern, Großeltern und weitere Verwandte im voll besetzten Bürgerhaus, unterhielten sich und gönnten sich ein zweites Frühstück, das Mütter der jetzigen 2. Klasse zubereitet hatten. Schulleiter Riemenschneider hatte zuvor in seiner Rede an leicht freudig-nervös wirkende Eltern betont, dass mit der Einschulung der Kinder auch ein großes Abenteuer für die Eltern beginne. Im gleichen Atemzug riet er den Eltern, ihren Kindern viel Aufmerksamkeit zu schenken, denn die Schulzeit mit neuen Bezugspersonen, einem anderen Umgang mit der Zeit und vielen Regularien sei eine große Herausforderung für die Kinder.

Die Geschichte aus Awerd Riemenschneiders Rede fand übrigens ein schönes Ende: Das ängstliche Mädchen traf am ersten Schultag einen freundlichen Jungen. Zuhause rief das Mädchen erfreut ihren Eltern zu: „Ich habe den Ernst des Lebens kennengelernt, der ist auf mich zugekommen. Der ist aber total nett und hat mir Bonbons geschenkt. Ich habe ihn für heute zum Spielen eingeladen.“ Der Name des Jungen: Ernst. - vdB/lk

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