Mehr Bücher für die Heimatbibliothek

NEUENRADE ▪ Dr. Rolf-Dieter Kohl freute sich über einige alte Schriften, die sozusagen unverhofft den Weg in die Heimatbibliothek in der Villa am Wall fanden: 50 Jahre Spardaka Neuenrade aus dem Jahr 1967, das Festprogramm der 600-Jahr-Feier der Stadt, auch ein alter Ausstellungskatalog – inzwischen längst vergriffen– sowie Rothschilds Taschenbuch für Kaufleute aus dem Jahre 1865. All das sind wertvolle Zuwächse für die heimatgeschichtliche Bibliothek der Stadt.

Und da schlägt das Herz eines Historikers höher, sind es doch Top-Quellen, die viel über ihre jeweilige Zeit aussagen und die Grundlage für weitere Recherchen bilden können. Die Bibliothek in der Villa am Wall wächst und wächst und „alles, was je über Neuenrade geschrieben“ wurde, finde sich dort, sagte Dr. Kohl. Und nicht ohne Stolz verweist er darauf, dass es sich um eine Bibliothek handelt, welche auch genutzt wird. Einige Facharbeiten wurden mit Hilfe der Neuenrader Bibliothek verfasst. Erst jüngst schrieb Frederike Hilleke eine Facharbeit über ein Neuenrader Thema – die Entwicklung des Musikinstrumentenbaus.

Dass die Bibliothek wächst und gedeiht, ist auch den Frauen der CDU zu verdanken. Jetzt spendeten sie wieder zig Bücher, die für das Wachstum und den Bestand der Bücherei wichtig sein könnten. Darunter eben jene erwähnten Festschriften aber auch weitere Dokumente und Bücher. An die Bücher gelangen die Frauen über den gigantischen Trödelmarkt, den sie alljährlich zu Gertrüdchen veranstalten. Dafür gibt es reichlich Bücherspenden und seit einiger Zeit entwickelt sich das Büchergeschäft dabei ganz ordentlich.

Und Bücher, die für Neuenrade wertvoll sind, werden nicht verkauft sondern eben der Bücherei zur Verfügung gestellt. Dabei haben besonders Stina Brockhagen und Silvia Gaude aber auch weitere Mitstreiterinnen vom Bücherteam gut zu tun. Da galt es gut 8000 Bücher zu sichten, historische von verkaufsfähiger Literatur und Belletristik zu unterscheiden. Letzteres, vor allem wenn es recht aktuell und noch auf den Bestsellerlisten stand, wurde denn auch gut verkauft.

Wie dem auch sei. Dr. Rolf-Dieter Kohl, Kreisarchivar a. D. freute sich ungemein über die Bücherzuwendungen und dankte den Frauen für deren Mühe und das reichhaltige Material. ▪ Peter von der Beck

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