Trotz neuen Kindergartens

Noch viel mehr Kita-Plätze nötig

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In Neuenrade gibt es einen verstärkten Bedarf an Kindergartenplätzen.

Neuenrade - Trotz des zusätzlichen Kindergartens reicht es in Neuenrade immer noch nicht, um künftig den Bedarf zu decken. Deshalb muss schon in zwei Jahren wohl eine weitere Einrichtung her.

Das erläuterte der Fachdienstleiter Jugendförderung und Kinderbetreuung des Märkischen Kreises, Matthias Sauerland, am Mittwochabend im Ausschuss für Schule, Sport, Jugend und Soziales in Neuenrade. Der Märkische Kreis ist zuständig, weil Neuenrade kein eigenes Jugendamt hat.

Sauerland erläuterte, dass auch kreisweit die Geburtenzahlen leicht ansteigen würden. Für Neuenrade präsentierte der Fachmann die Zahlen: Demnach werden für 2018/2019 328 Ü3-Kinder erwartet.

Wurden Platzprobleme früher durch Überbelegung kompensiert, so gibt es für das kommende Kindergartenjahr jetzt Entlastung durch die zusätzliche Kita der Villa mittendrin. Die biete dann Platz für 50 U3- und Ü3-Kinder. Es gebe dann sogar noch einen Platz-Puffer, falls Flüchtlingskinder unterzubringen seien, sagte Sauerland.

Mehr Kinder als Plätze

Für das Kiga-Jahr 2020/2021 rechnet Sauerland zudem mit einem Platzbedarf für 384 Kinder. So viele Plätze gebe es aber nicht. Doch seitens der Villa mittendrin sei man möglicherweise zu einer Erweiterung bereit. Zudem gebe es einen weiteren Interessenten für die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten, ließ Sauerland durchblicken.

Was die U3-Kinder anbelangt. Kinder im Alter von vier Monaten bis zum 4. Lebensjahr, so weist Neuenrade eine gute Quote auf. Die Hönnestadt hat dabei eine Versorgungsquote von 31 Prozent.

Neuenrade ist auf Platz 2

Die Zahl der U3-Plätze bezifferte Sauerland mit 84, hinzu kommen die Tagesplätze (bei Tagesmüttern). Kreisweit liege die U3-Versorgungsquote nur bei 25,6 Prozent. Neuenrade rangiere mit seinen Zahlen an zweiter Stelle im Beritt des Kreisjugendamtes, das acht Kommunen betreue.

Kreisjugendamtsleiter Sauerland verriet im Ausschuss weiter, dass man beim Märkischen Kreis bestrebt sei, „weitere U3-Plätze in allen acht Orten“ zu schaffen. Der Ausbau soll dabei „bedarfsgerecht“ erfolgen und „nicht nach Quote“.

Von Peter von der Beck

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