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Viel Interesse für Jugendausbildungsrunde des Musikvereins Affeln

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Von: Michael Koll

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Volksbank-Vorstandssprecher Karl Michael Dommes (links) hatte zum Start der Ausbildungsrunde eine 1000-Euro-Spende mitgebracht.
Volksbank-Vorstandssprecher Karl Michael Dommes (links) hatte zum Start der Ausbildungsrunde eine 1000-Euro-Spende mitgebracht. © Koll, Michael

Elf Kinder haben sich für die erste Jugendausbildungsrunde des Musikvereins Affeln nach zwei Jahren Pandemie angemeldet. Vier der Sieben- bis 11-Jährigen waren zum Auftakt verhindert, doch zwei Jüngere gesellten sich bei der Premiere zur Runde der Mädchen und Jungen, die von Sophia Schulte und Katharina Ernst im Probenraum über der Schützenhalle empfangen wurden.

Affeln – Schulte strahlte über das gesamte Gesicht, als sie sagte: „Ich bin im Januar 2020 zur Jugendleiterin gewählt worden und hatte so viele Ideen. Doch dann kam Corona.“ Nun aber gehe es endich los: „Ich freue mich riesig“, jubelte sie.

Und mit ihr auch die Kinder. Einige berichteten ihr und Katharina Ernst, dass sie bereits ein Instrument spielen würden – sei es Keyboard oder Blockflöte. Andere konnten schon einige Noten lesen. Dritte waren wissbegierig, in die Welt der Musik hineinzuschnuppern.

„Zwar haben wir jetzt schon mehr Mädchen und Jungen in diesem Zehn-Wochen-Kursus“, überlegte Jugendleiterin Schulte laut, „doch wenn noch ein paar Nachzügler zu uns stoßen wollen, sind diese herzlich willkommen“. Interessenten könnten sich bei ihr unter Tel. 01 51 / 70 37 84 03 melden, rief sie auf.

Dann teilte sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Bücher aus: „Musikdetektive“ hießen die Mal- und Lernhefte. Katharina Ernst erläuterte die Zeichnungen von runden und zackigen Schwingungskurven auf der ersten Seite: „Wenn ich rede, könnt ihr das verstehen, weil Schallwellen aus meinem Mund kommen. Die könnt ihr nicht sehen, aber hören.“

Theoretische Musik-Grundlagen vermitteln Ernst und Schulte ihren jungen Schützlingen an den kommenden neun Samstagen – jeweils von 10 bis 12 Uhr vormittags. Außerdem sollen die Kinder Taktgefühl bekommen und das Notenlesen erlernen. Schließlich können sie sich ein Wunschinstrument aussuchen, welches sie dann leihweise erhalten, um nach der Jugendausbildungsrunde im Verein weiter zu spielen.

Jugendleiterin Sophia Schulte erklärte: „Sie bekommen dann Einzelunterricht und stoßen parallel bereits zum Vororchester.“ Dort will Schulte dann auch ihre nun zwei Jahre alten Ideen umsetzen: „Die Jüngsten sollen mehr Auftrittsmöglichkeiten bekommen und viel zusammen unternehmen.“ Sie blickte zu ihrer Mitstreiterin und unterstrich: „Ich wünsche mir, die Kleinen haben dann soviel Spaß, wie Katharina und ich in dem Alter im Musikverein hatten.“ Am Samstag hatten sie den ganz offensichtlich.

Und so hatte Sophia Schulte auch schon erfahren, „dass bei den Wunschinstrumenten derzeit die Trompete ganz oben auf der Liste steht – aber auch das Saxofon und das Schlagzeug.“

Um unter Umständen nicht mehr ausreichend im Fundus des Vereins vorhandene Wunschinstrumente anschaffen zu können, erhielt der Musikverein am Samstagmorgen eine Spende von der Volksbank. Einen Scheck über 1000 Euro hatte Vorstandssprecher Karl Michael Dommes mitgebracht.

Das jeweilige Instrument können die Eltern der Kinder dann für monatlich zehn Euro mieten. Die Jugendleiterin erklärte: „Wenn dann eines gekauft werden soll, können wir über den Verein auch einen Vorzugspreis aushandeln.“

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