Gesundheitsstrukturen zukunftsfähig gestalten

+
Regina Brand (li.) und Ruth Orthaus-Echterhage. ▪

NEUENRADE ▪ Regina Brand von RB-Medkonzept betonte am Donnerstag, dass das Projekt Medius Am Stadtgarten – wenn es denn Realität werde – in die bestehenden gesundheitlichen Strukturen Neuenrades integriert werden soll und auch dazu diene, den Gesundheitsstandort Neuenrade insgesamt zukunftsfähiger zu machen.

Brand wurde von Eco-Plan-Chefin Ruth Orthaus-Echterhage als Fachkraft engagiert, um die entsprechende Klientel aus dem Planungsbezirk MK (Kassenbezirk) in die Hönnestadt zu holen. Dabei wurde die Ärzteschaft vordringlich außerhalb Neuenrades gezielt angeschrieben. Und es habe auch schon erste Gespräche gegeben, bestätigte Brand. Gern in Neuenrade sehen würde man einen Augenarzt oder Orthopäden. Doch es geht nicht nur um Fachärzte – auch Gesundheitsdienstleister aller Art hat man hier im Fokus.

Brand, Orthaus-Echterhage und Apotheker Dr. Sven Simons kamen am Donnerstag zu einem Pressegespräch zusammen, um das Projekt im Detail zu erläutern. Echterhage erklärte die Hintergründe, die zur Entstehung des Projektes geführt hätten. Demnach sei man in vielen Gesprächen – auch mit Dr. Sven Simons – darauf gekommen. Echterhage: „Es ist von unserer Seite ein Versuch, etwas für Neuenrade zu bewegen.“ Echterhage betonte: Man habe keinerlei Zeitdruck, zudem seien die Flächen so konzipiert, dass man dort auch problemlos Wohnungen installieren könne.

Apotheker Simons sieht natürlich als Leiter des Arbeitskreises Gesundheit des Stadtmarketingvereins und als Bürger sofort die Chancen, die das Projekt Medius für den Gesundheitsstandort Neuenrade biete. Die aktuelle Situation in Neuenrade sei schon sehr gut, könne aber zukunftsfähiger gemacht werde. Simons sagte am Sonntag, dass in Kürze eine Gesprächsrunde zum Thema Gesundheitsstrukturen in Neuenrade terminiert werde, betonte allerdings, dass das Thema Medius dabei nur einer von mehreren Tagesordnungspunkten sein werde.

Regina Brand, die in Lüdenscheid ein Ärztehaus vermarktet hat und aktuell ein großes Projekt in Dortmund betreut, wies noch einmal auf die Situation im Gesundheitsmarkt hin: Das Angebot in einer Stadt sei neben Schule und Kindergärten der wichtigste Standortfaktor und wesentliches Entscheidungskriterium für Familien, die sich in dem jeweiligen Städtchen niederlassen würden. Und gerade jetzt werde es immer schwieriger, junge Ärzte aufs Land zu locken. Wenn das gelingen soll, müsse eben alles stimmen. Nun versuche man Ärzte außerhalb Neuenrades anzusprechen, um sie in die Hönnestadt zu holen, oder sie dazu bewegen dort eine Filiale zu eröffnen. Dabei biete das Quartier am Stadtgarten einen Vorteil: Das Gebäude sei im Bau und den Wünschen der potenziellen Kundschaft könnte man optimal entgegen kommen. ▪ Peter von der Beck

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare