Streit im Verwaltungsrat um Medizinisches Versorgungszentrum in  Neuenrade

Streit im Verwaltungsrat um Medizinisches Versorgungszentrum in  Neuenrade.
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Streit im Verwaltungsrat um Medizinisches Versorgungszentrum in  Neuenrade.

Neuenrade – Der Verwaltungsrat des Medizinischen Versorgungszentrum (MVZN) favorisiert zwei Standorte für die Erweiterung: Das geplante Mehrgenerationenquartier im Bereich Hinterm Wall  und das ehemalige Gelände der Firma Kohlhage.

Im Anschluss an den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung, die am Mittwoch im Saal des Kaisergartens stattfand, informierte Vorstandsmitglied Gerhard Schumacher die Redaktion über das Ergebnis der Beratungen: Demnach kommen als neue Standorte insbesondere das geplante Mehrgenerationenquartier im Bereich Hinterm Wall in Frage (Bauherr ist die VR Invest GmbH & Co. KG, eine Volksbank-Tochter) und das ehemalige Gelände der Firma Kohlhage an der Straße Hinter der Stadt.

Ein dritter Standort in einem der Gebäude, die im Zuge der Ansiedlung des Discounters Aldi am Standort Niederheide entstehen sollen, sei ebenfalls im Gespräch gewesen. Schumacher: „Hier hatte der Verwaltungsrat allerdings Bedenken, dass es zu lange dauern könnte, bis diese Lösung umgesetzt werden kann.“

Der ärztliche Leiter des MVZN, Michael Beringhoff, werde nun gemeinsam mit einem Fachplaner für Arztpraxen Gespräche mit den möglichen Investoren führen. Auf diese Vorgehensweise habe sich das Gremium am Mittwoch einstimmig verständigt, sagte Schumacher. 

Dass am Ende der Sitzung auch die FWG-Mitglieder zufrieden sein würden, schien zu Beginn unmöglich. Heinz Friedriszik und Bernhard Peters kritisierten den Vorstand wiederholt und in schroffem Ton. Friedriszik forderte, die Standortfrage müsse im öffentlichen Teil diskutiert werden, „weil es alle Neuenrader interessiert“. Er wollte partout nicht einsehen, dass die Gemeindeordnung das nicht zulässt, wie Verwaltungsratsvorsitzender Antonius Wiesemann und Vorstand Gerhard Schumacher ihm wiederholt und mit einem Verweis auf die Gemeindeordnung erklärten: „Es werden Namen und Preise genannt, diese Beratung ist wie eine Grundstücksangelegenheit zu bewerten, sie darf nicht öffentlich erfolgen.“ 

Daraufhin behaupteten die FWG-Mitglieder, die Entscheidung über den MVZN-Standort sei bereits am Montag gefallen - ohne Beteiligung des Verwaltungsrates. Das hätten sie aus „gut unterrichteten Kreisen erfahren“, unterstrich Peters.

Wiesemann musste sich zurückhalten: „Diese Behauptung ist erschreckend und eine Unverschämtheit.“ Mit dem Nachtragswirtschaftsplan konnte sich Bernhard Peters ebenfalls nicht anfreunden. Schumacher hat ein Defizit in Höhe von circa 79700 Euro ausgewiesen. Das könne nicht sein, monierte Peters, obwohl eine genaue Erläuterungen vorlag.

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