Küntroper Motte

Herrliche Lesung

+
Das Publikum hörte fasziniert zu.

Neuenrade - Draußen heulte der Wind. Ein Pferd wieherte. Die Küntroper Motte punktete atmosphärisch auf ganzer Linie. Und der Ex-Bürgermeister gewann die Herzen mit dem Obstkuchen, den er spendierte. 18 Teilnehmer waren zur Lesung von Martina Grünebaum gekommen. Mehr als 20 Menschen dürfen nicht gleichzeitig auf die Motte, es war also beinahe soweit, dass das vormalige Stadtoberhaupt hätte ausrufen müssen: „Nichts geht mehr.“ Klaus Peter Sasse zählte immer wieder nach.

Dann verzauberte die Küntroper Autorin ihre Zuhörer von Jung bis Alt beim „literarischen Kaffekränzchen“, wie Sasse es nannte, mit ihrer überaus variantenreichen Kunst. Und so präsentierte Grünebaum auf Einladung des Forums Neuenrade den Krimi „Katzenwetter“, in welchem die Vierpföter lernen, dass die Zweibeiner ihre Sprache verändern, wenn sie ganz viel Flüssigkeit in sich schütten.

Dann führte der Roman „Die Quote“ zwei 19-Jährige nach einem Unfall ins Zwischen – in die Welt zwischen Leben und Tod. Grünebaum verriet: „Dieses Buch spielt an den drei schönsten Orten der Welt: der Karibik, Südengland und dem Sauerland.“

Gleich als nächstes gab Grünebaum Einblicke in ihr Privatleben. Ihr 18-jähriger Sohn ist Asperger Autist und wurde als „Daniel“ Hauptfigur in der teils wahren, auf jeden Fall aber vergnüglichen Geschichten-Sammlung „Alle anderen sind komisch“.

Martina Grünebaum (links) las in der Küntroper Motte auf Einladung des Forums Neuenrade teils gruselige, teils amüsante Geschichten.


Schließlich führte die Schriftstellerin die Besucher der Lesung ins Reich der Sagen. Sie erklärte die frei erfundenen Hintergründe zum schwarzen Kreuz im Küntroper Wald. Aber am Ende war gar nicht so klar, ob Grünebaum nicht einfach bloß die Wahrheit berichtet hatte, als sie von einem Zombie-haften Geist, der Seifenblasen gleich verschwinden kann, erzählte.

Auf der Küntroper Motte finden, verriet Sasse, in diesem Jahr – zwischen Ostern und Herbst – 23 Veranstaltungen statt. Der nächste Höhepunkt wird am Freitag, 16. August, ab 22 Uhr ein Konzert mit der 17-jährigen Harfinistin Naela Aysanoglou sowie der Cellistin Frederike Liebermann sein.

Bei der Veranstaltung sollen auch Sagen vorgetragen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare