Martina Flöper: Seit 30 Jahren in der Affelner Mühle

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Martina Flöper ist vor 30 Jahren in den Familienbetrieb Affelner Mühle eingestiegen.

Affeln -  Als ältestes von vier Kindern ist Martina Flöper in den Familienbetrieb eingestiegen. Seit 30 Jahren ist sie inzwischen in der Gaststätte Affelner Mühle tätig.

Eigentlich sei sie immer diejenige gewesen, die am weitesten von zu Hause entfernt gewesen sei, erzählt Flöper: Schon im Alter von neun Jahren besuchte sie ein Internat in Arnsberg und legte dort später die Abiturprüfung ab.

Ab dem 14 Lebensjahr half sie dann an den Wochenenden in der Gaststätte aus. Nach dem Abitur studierte die Affelnerin in Bonn Theologie und Erziehungswissenschaften – und heiratet einen Journalisten.

„Doch das Jammern zu Hause war groß“, erinnert sich Flöper. Folglich fuhr sie regelmäßig nach Affeln, um der Familie unter die Arme zu greifen. „Ich war immer ein sehr kontaktfreudiger Mensch und habe den Betrieb geliebt“, erklärt die Wirtin. Und so entschied sie sich nach zehn Jahren – mit zwei Kindern – am 1. Juli 1987 in den Betrieb einzusteigen.

Seit nunmehr 38 Jahren führe sie eine glückliche Wochenendehe, erzählt die Mutter von vier Kindern. Noch immer ist sie so engagiert wie am ersten Tag: „Wir legen sehr viel Wert auf Hausmannskost, und das wissen unsere Gäste sehr zu schätzen“, erklärt die Chefin der Affelner Mühle.

Sie lege sehr viel Wert auf frische Produkte und kaufe diese regional bei Bauern und Metzgern in der Umgebung. Zudem würden in der Affelner Mühle saisonale Gerichte aufgetischt.

Das Geschäft habe sich im Laufe der Jahre im Wesentlichen auf das Wochenende verlagert. „Viele Wanderer kommen sonntags zum Mittagstisch oder Kaffee vorbei. Darunter sind einige Stammgäste, die seit etlichen Jahren herkommen“, freut sich die Inhaberin, die an alten Traditionen festhält: „Was meine Eltern alles mit viel Herzblut und Liebe aufgebaut haben, kann ich nicht einfach fallen lassen.“

Vor fünf Jahren gab es einen herben Tiefschlag. Die Mühle liegt unmittelbar an einem Bach, der durch starken Regen so gewaltig anschwoll, dass das Gebäude unter Wasser stand. „Wir mussten alles komplett entsorgen, Einrichtung, Geschirr, Elektrogeräte, Lebensmittel, alles war vernichtet und es hat viel Kraft gekostet, den alten Zustand wieder herzurichten, aber wir haben es mit vereinten Kräften geschafft“, stellt Flöper erleichtert fest. Ansonsten liebe sie die Natur, und auch gerade aufgrund der Lage kämen die Gäste zur Affelner Mühle.

Im Januar feiert Flöper ihren 60. Geburtstag – aber an den Ruhestand denkt sie noch lange nicht. „Ich gönne mir mit meinem Mann und den Kindern auch immer mal eine Auszeit, wo wir einfach Familie sein können“.

Neben der Arbeit in der Gaststätte unterstützt Flöper ihre 83-jährige Mutter, die auf Hilfe bei der Alltagsbewältigung angewiesen ist. Doch sie habe ein gut durchstrukturiertes System und ein tolles Team, das sie in der Gaststätte zuverlässig unterstütze, berichtet die Chefin der Affelner Mühle.

Zum Gratulieren kamen Anfang Juli bereits viele Stammgäste und Freunde. Flöper stellt fest: „Ein großer Dank geht an die Gäste, die mir seit vielen Jahren schon die Treue halten.“ Für alle, die in diesem Monat noch in der Affelner Mühle vorbeischauen, hat sie eine Überraschung parat.

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