Markthalle lockt mit regionalen Produkten

Hubert Deitmerg und Elke Hoffmann werden ab Freitag die Ware in der Markthalle verkaufen.

NEUENRADE ▪ Das Angebot auf dem Neuenrader Wochenmarkt hält sich in Grenzen. Lediglich zwei Anbieter trotzen derzeit dem schlechten Wetter, so dass es dort momentan nur Brot und Fisch zu kaufen gibt. Das mangelnde Angebot brachte Hubert Deitmerg auf die Idee einer kleiner Markthalle. Gesagt, getan: Am Freitag eröffnet er sein Ladenlokal an der Werdohler Straße.

Doch davon ist noch nicht viel zu sehen, denn bis zur Eröffnung wird dort renoviert.

Zehn Direktvermarkter werden zukünftig einmal in der Woche ihre Waren anbieten. „Wir haben hier nur Produkte von ausgewählten Betrieben, so dass der Verbraucher weiß, woher die Produkte stammen“, so Deitmerg. Jeder Vermarkter wird dort seinen eigenen kleinen Stand aufbauen. „Gerade jetzt sind die Verbraucher oft verunsichert und wissen nicht, wem sie noch trauen können. Hier wissen sie, was sie kaufen“, erklärt er seine Philosophie und hofft, dass diese Transparenz bald sein Erfolgsrezept werden wird. Er selbst kenne jeden der Betreiber persönlich. Und auch jeder Kunde habe die Möglichkeit sich vor Ort von dem Betrieb zu überzeugen. „Wir lassen uns in die Karten schauen. Ich denke, das ist etwas, gerade in Zeiten des Dioxinskandals, was die Leute an uns binden wird“, erklärt er weiter.

Eine ähnliche Markthalle mit Produkten „von der Region – für die Region“ habe es bereits einmal in Neuenrade gegeben. Doch der Werdohler ist sich sicher, dass sein Konzept erfolgreich sein wird. „Hier geht es nicht nur um Geld“, erklärt er. Für ihn sei dies eher eine Herzensangelegenheit. Doch aller Anfang ist schwer, daher wird der Markt vorerst auch nur einmal in der Woche geöffnet haben. Zudem findet der Verkauf zunächst auf den 36 Quadratmetern des vorderen Raumes statt. „Der Verbraucher bestimmt letztendlich, was hieraus wird“, so Deitmerg. Bei einem Erfolg könnten beispielsweise noch weitere Räume im hinteren Teil des Gebäudes genutzt werden, auch eine Erweiterung der Öffnungszeiten wäre denkbar. Potenzial habe das Ladenlokal, in dem zuletzt ein türkischer Gemüseladen war. Denn vor Jahren sei in den Räumen der Landhandel von Wilhelm Wenzel gewesen. „Es gibt im Hof sogar ideale Anlieferungsmöglichkeiten“, freut sich der Bäckermeister. Am Eröffnungstag werden die Erzeuger selbst vor Ort sein, denn dies schaffe noch einmal einen persönlichen Bezug zum Herstellungsbetrieb. Später wird Deitmerg gemeinsam mit seinen Angestellten die Markthalle allein betreiben. Das Angebot soll vielfältig sein, so wird es beispielsweise Wurst und Eier vom Hof Stork geben. Hof Gödde wird Kartoffeln und Marmelade liefern, Jablonski Fisch verkaufen, frisches Steinofenbrot backt der Chef persönlich. Aber auch Gemüse, Wein, Blumen, Kaffee, Säfte und Obstbrände werden die Regale füllen. So gebe es alles, was man brauche an einem Ort. „Das Entscheidende ist: Man schmeckt den Unterschied“, schwärmt Deitmerg. Freitags von 8 bis 18 Uhr wird die kleine Markthalle, geöffnet. Am Freitag wird es zudem einige Eröffnungsangebote sowie Kostproben geben. ▪ lm

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