Markt soll attraktiver und bekannter werden

+
Gesprächsrunde auf dem Wochenmarkt: Bürgermeister Antonius Wiesemann (Vierter von links), Bernd Buntenbach (Fünfter von links) und Christina Frauendorf (Sechste von links/beide Stadtmarketing) sprachen mit den Händlern.

Neuenrade - Der kleine Neuenrader Wochenmarkt steht bei den Markthändlern hoch im Kurs. Was sie besonders schätzen ist die Verbundenheit ihrer Kunden und die vertraute Atmosphäre auf dem Platz in der Altstadt samt Graf-Engelbert-Brunnen.

Bei einem Ortstermin mit Vertretern des Vereins Stadtmarketing und Bürgermeister Antonius Wiesemann am Dienstag, betonten die Händler, dass gerade die überschaubare Größe dem Wochenmarkt ein besonderes Flair verleihe. 

Unisono lobten sie auch das Stadtmarketing Neuenrade, das an ihrer Seite stehe und ein offenes Ohr für Wünsche habe. Ein Umstand, an dem „sich andere Städte mal eine Scheibe abschneiden“ könnten, lautete ihr Fazit. Und: Das persönliche Schwätzchen mit dem Kunden ist auf dem Neuenrader Markt noch möglich und sei bei beiden Seiten sehr beliebt. 

Seit 2011 wieder ein eigener Markt

Seit 2011 haben die Neuenrader wieder einen eigenen Wochenmarkt. Fünf Händler kommen im Durchschnitt jeweils dienstags für fünf Stunden nach Neuenrade. Im Angebot haben sie das, was primär von einem Wochenmarkt erwartet wird: Frisches Obst, Gemüse und Backwaren. Erweitert wird das Angebot auch durch einen Fischhändler, der in dieser Woche wegen der hohen Temperaturen seinen Stand aber nicht aufbaute. Das Konkurrenzangebot untereinander ist so gut wie nicht vorhanden, dafür ist ein gutes Miteinander spürbar. 

Marktbeschicker Achim Redix betreibt in Holzwickede den Anbau von Kartoffeln und vermarktet sie auch in Neuenrade. Ein Angebot, das von den Neuenradern geschätzt wird. Redix kommt „gerne nach Neuenade, weil wir hier ein nettes Publikum haben.“ Und er sagt mit großer Überzeugung, dass es die Stammkunden sind, die seine ökologischen Produkte kaufen, „weil sie genau so viel an Menge unverpackt kaufen können, wie sie es wünschen“. Achim Redix sieht hier einen Vorteil im Vergleich mit den Supermärkten. 

Besucher „ab 45 Jahren aufwärts“ 

Mit im Angebot hat er auch Eier von Hühnern (Freiland) und ein Honigregal. Der Markttag in Neuenrade gefällt ihm „richtig gut“. Wenn Achim Redix über seine Kundschaft spricht, wünscht er sich aber auch, dass die jüngere Generation den Markt besucht. Derzeit wird der Markt, so sehen es auch die anderen Markthändler, von Käufern „ab 45 Jahren aufwärts“ besucht. 

Ähnlich argumentiert Michael Rittmeier, der aus Schmallenberg mit seinem Verkaufsanhänger anreist und Backwaren (Bäckerei/Konditorei) im Angebot hat. Auch er hat die Neuenrader ins Herz geschlossen, weil „hier die Leute immer gut drauf sind, gleichwohl könnten am Markttag einige Neuenrader mehr kommen“, sieht er eine Umsatzsteigerung nach oben als machbar an. Auch Rittmeier hat in der Hönnestadt seine Stammkunden gewonnen, die ganz offensichtlich sein Dinkelbrot und die Dinkelbrötchen schätzen. 

Stammkunden legen Wert auf Qualität

Yildiz Munur kommt seit sechs Jahren jeden Dienstag aus Lüdenscheid. Obst und Gemüse verkauft er. Sein überdachter Stand ist großzügig ausgelegt, die Nachfrage nach seinen Angeboten bezeichnet er „als gleich, aber es kommen immer wieder Stammkunden, die großen Wert auf Qualität legen“. 

Yildiz Munur ist mit einem großen Marktstand auf dem Wochenmarkt präsent. Er vertreibt Obst und Gemüse.

Relativ neu unter den Händler ist Christa Lucka mit ihren Textilwaren, die sie nur in den Sommermonaten im Angebot hat. Die Arnsbergerin kommt gern nach Neuenrade, „weil es hier einen gemütlichen Wochenmarkt gibt und die Leute freundlich sind“. 

In dieser Woche suchte die Spitze des Stadtmarkteing-Vorstands erneut das Gespräch mit den Markthändlern. Geprüft werden soll, wie der Markt in Neuenrade noch mehr Zuspruch findet und der Bekanntheitsgrad gesteigert werden kann. Dazu zählen auch die nicht vorhandenen öffentlichen Toiletten. 

Toilettenfrage bald geklärt? 

Dennoch scheint sich die Frage nach fehlenden Toiletten positiv zu gestalten. Sowohl die Gaststätte Zur Linde als auch das unmittelbar neben dem Marktplatz liegende Eiscafé Il’ Gelato haben dem Bürgermeister gegenüber die Bereitschaft signalisiert, ihre Toiletten für Marktbesucher öffnen zu wollen. Geprüft werden sollen auch die rechtlichen Voraussetzungen, ob ein Banner über der Bundesstraße 229 gespannt werden kann, mit dem auf den Markttag mit Parkplätzen hingewiesen wird. 

Derzeit weisen bereits an den Ortseingängen von Neuenrade Infotafeln auf den Markttag hin. Ein Neuenrader äußerte am Dienstag an einem Marktstand die Überlegung, den Wochenmarkt möglicherweise in den Bereich der DRK-Begegnungsstätte zu verlegen und ein kurzes Stück der Straße Am Stadtgarten (ab DRK-Begegnungszentrum bis Einfahrt Parkplätze) zur Marktzeit für den Verkehr zu sperren. Als möglichen Vorteil sieht er eine „bessere Zentralisierung“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare