Die Marke Neuenrade soll kreiert werden

NEUENRADE ▪ „Oh, das ist das böse Wort“. Gemeint ist „Marketing“. Dieser Begriff rutschte unlängst jemanden aus dem Umfeld der Stadtverwaltung heraus – und auch gleich die Bemerkung dazu. In der Tat ist „Marketing“ offenbar zum Reizwort in der Stadt Neuenrade geworden.

Doch am 19. Oktober scheint es mit dem Thema voranzugehen. Dann treffen sich Vertreter der Stadtverwaltung, Ruth Echterhage (Fraktionsvorsitzende der FWG und Unternehmerin) und andere, um dann einen Marketingverein auf den Weg zu bringen. Dann geht es um einen denkbaren Satzungsentwurf (nach Coesfelder Muster). Der weitere Fahrplan sieht dann eine Vereinsgründung vor. Die Mitglieder sollen je nach Branche moderate Beträge leisten, eine Halbtagsstelle für eine Fachkraft wird es aller Voraussicht nach geben, auch eine zentrale Anlaufstelle ist geplant. Die Finanzierung steht.

Grundlage für den Marketingverein ist ein Konzept, das Klaus Filter, Christiane Frauendorf und Ruth Echterhage entwickelt und vor mehr als einem Jahr im zuständigen Gremium präsentiert hatten (wir berichteten).Das Konzept steht offenbar auf einer durchaus breiten Basis, zumindest sagt Ruth Echterhage, dass zwei Veranstaltungen zum Thema, bei dem viele Unternehmer/Multiplikatoren diverser Branchen („mehr als 50“) ihre Zustimmung signalisiert hätten, das Thema Stadtmarketing anzugehen. In „kleinerem Kreise“ habe man das bestehende Konzept dann erarbeitet. Echterhage betont, dass Stadtmarketing („mein Schwerpunktthema im Studium“) nicht bedeute, irgend jemandem etwas wegzunehmen, geschweige denn Neuenrade zu übernehmen.Vielmehr gelte es vorhandene Kräfte zu bündeln, die Potenziale zu nutzen. Es gebe eine Reihe von Maßnahmen: Das reiche von der besseren Vernetzung der Wirtschaft über Brachenmanagement, Leerstandsmanagement, Veranstaltungskoordination bis hin zum geballten Info-Paket für potenzielle Fachkräfte, für die Neuenrade attraktiv sein müsse. Ziel sei es, „die Marke Neuenrade zu schaffen“ und nach außen zu vertreten. Es gehe um die Konkurrenz auf dem Markt. Neuenrade sei hier im Wettbewerb. Mittelfristig gelte es, die Bevölkerungszahl zu halten, das wirtschaftsfreundliche Image der Stadt und die Einzelhandelsstrukturen zu stärken. Dass auch der Tourismus gefördert und die Vereine unterstützt werden sollten, verstehe sich fast von selbst. Ruth Echterhage betonte in einem Gespräch, dass das alles nicht ohne die Stadtverwaltung und ohne all die vielen Vereine funktioniere.

Bürgermeister Klaus Peter Sasse sagte auf Nachfrage, dass die Verwaltung bei dieser noch zu gründenen Organisation ein Mitspieler sei, „ein nicht unwichtiger Mitspieler“ zwar, aber die Rolle der Verwaltung solle eher begleitender Natur sein. Die neue Organisation sei schließlich eigenständig, sagt der Bürgermeister. ▪ Peter von der Beck

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