Soirée in der Kulturvilla

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Die beiden Nachwuchskünstler zogen mit ihrem Spiel das Publikum in ihren Bann. ▪

NEUENRADE ▪ „Mit Udo Lindebergs Hit „Cello“ habe dieses Instrument wieder neue Popularität erfahren, sagte Josef Brockhagen, Vorsitzender des Neuenrader Kulturausschusses, bei der Begrüßung der knapp 50 Gäste.

Die waren am Sonntag zum Konzert in die Villa am Wall gekommen, um zwei junge Ausnahmetalente hören: Den 24-jährigen Violoncellisten Mark Schumann sowie den Pianisten Toni Ming Geiger, Jahrgang 1990.

Schon bei dem ersten Stück, der Sonate für Cello und Klavier Nr. 2 f-Dur op. 99 von Johannes Brahms, hörten die Zuschauer fasziniert zu. Das vorher so freudige Gemurmel verstummte; eine Frau saß bereits nach kurzer Zeit mit geschlossenen Augen da und ließ die Musik auf sich wirken.

Mark Schumann erhielt jüngst das Stipendium der Märkischen Kulturkonferenz für Musik 2012. Hochkonzentriert hielt er seinen Bogen, glitt damit hingebungsvoll über die Saiten: Mark Schumann stellte seine Fingerfertigkeit an dem Streichinstrument unter Beweis. Dramatisch klang dabei das „Allegro vivace“, ein wenig wehleidig das „Adagio affettuoso“. Auch zarte Töne bestimmten Teile des Brahmsschen Musikstücks, sodass den Zuschauern ein abwechslungsreicher Abend geboten wurde. Nach der Pause fuhren Toni Ming Geiger und Mark Schumann mit der „Suite populaire espagnole“ von Manuel de Falla fort. Das Publikum zeigte sich ergriffen.

Abschluss des konzertanten Abends war der „Le Grand Tango“ von Astor Piazolla; langanhaltender Applaus belohnte die Leistung von Toni Ming Geiger und Mark Schumann.

Als „zwei sympathische junge Männer, die mit ihren Instrumenten groß geworden sind“, bezeichnete Brockhagen die Musiker. Und diese Gewandtheit stellten beide am Sonntag unter Beweis. „Die sind wirklich traumhaft“, sagte Monika Arens, Kulturbeauftragte der Stadt Neuenrade in ihrem persönlichen Resümé.

Die nächste Kulturveranstaltung wird am Samstag, 10. November, um 19.30 Uhr im Kaisergarten gegeben: „Liebes T Räume“ heißt der musikalische Theaterabend. ▪ Annette Kemper

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