Langjährige Arbeit

Hobby-Gärtnerin zeigt ihr Paradies

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Gartenbesucher zeigten sich mehr als angetan von dem liebevoll gestalteten Garten und lobten Margret Vitz und ihr Gesamtkunstwerk in den höchsten Tönen.

Neuenrade - Fast wie ein Paradies wirkt der Garten von Margret Vitz am Hakemetweg in Neuenrade. Beim Tag des offenen Gartens öffnete Vitz die Pforten zu ihrem Garten.

Die starke Hanglage des großen Grundstücks rund um ein Haus, das der Architekt und bildende Künstler Paul Seuthe einst plante, trennt viele schöne Orte voneinander. Immer wieder ergeben sich neue Ausblicke. So etwas kann man nicht bei einem Gartenarchitekten ordern.

„Durchdacht, pointiert und gewertschätzt“ nannte eine Vertreterin dieser Zunft das Ergebnis langjähriger systematischer Arbeit. Und Margret Vitz erzählt die Geschichte ihres Gartens: 1967 habe sie mit seiner Gestaltung begonnen, doch einen großen Teil nahm zunächst noch ein Spielgarten für die Kinder und deren Freunde ein.

Am Anfang der naturnahen Umgestaltung des Gartens stand ein Gedanke von Ehemann Helmut Vitz, der vor zwölf Jahren starb: „Wir müssen das pflanzen, was von Hummeln und Bienen angenommen wird – dann kommen auch die Vögel“, gab er die Richtung vor.

Margret Vitz vor dem Teich ihres wundervoll gestalteten Gartens.

Und so machte Margret Vitz aus ihrem Garten ihr schönstes Hobby und legte planmäßig los: „Ich mache mir Tagespläne je nach Sonnenstand und Jahreszeit.“ Zu tun ist in einem Garten bekanntlich fast immer etwas: „Der Garten strukturiert den Tagesablauf.“

Um die Pausen braucht sich die „Blumenelfe“, wie eine Besucherin sie nannte, keine Sorgen zu machen: Stattliche neun Sitzplätze laden zum Verweilen ein – zwei davon sind überdacht.

Das Ganze sei angelegt wie ein Haus mit vielen Zimmern, bemerkt eine Besucherin. Ein Ehepaar sinniert über die großzügigen Möglichkeiten, sich auch mal aus dem Weg zu gehen und sich und der Beziehung eine gehörige Portion Entspannung zukommen zu lassen.

Selbstverständlich blüht der Mohn auch in diesem üppigen Blumengarten.

Die Vergrößerung der Fläche durch den Ankauf eines benachbarten Grundstücks erweiterte die Möglichkeiten noch einmal erheblich.

Lesen in diesem Garten muss ein großes Vergnügen ein. Margret Vitz hat ihren eigenen Lieblings-Leseplatz. Es ist einer der beiden überdachten Sitzplätze in der Nähe eines kleinen Wasserlaufs, der in den Teich mit den Seerosen mündet.

Allein bleiben Fingerhut und Azalee, Stiefmütterchen und Lilie nicht: Kleine Kunstwerke, Engel, geschliffene Gläser und spiegelnde Kugeln bereichern das Gewachsene.

Sinnsprüche sind auch im Vitzschen Garten zu lesen.

Sinnsprüche ranken sich rund um das Gärtnern: „Im Garten des Lebens ist Humor der beste Dünger“ liest der Besucher. Schön ist auch die Warnung vor zuviel Sensibilität: „Man darf nicht das Gras wachsen hören, sonst wird man taub.“

Die Zahl der Besucher entsprach der Schönheit des Gartens: Immer wieder andere Paradies-Sucher kamen im Laufe des Sonntags, plauderten mit der Gastgeberin und genossen deren unglaubliche Gastfreundschaft. Kuchen, Torten, Kaffee – es gab an diesem Tag viele Gründe, lange zu bleiben. Doch dieser prächtige Garten war der schönste von allen.

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