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Margret Vitz hat aus ihrem Garten ein grünes Paradies gemacht

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Von: Jona Wiechowski

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Margret Vitz freut sich besonders über die vielen verschiedenen Vögel, die in ihren Garten kommen – und auch Wasser aus dem Teich trinken.
Margret Vitz freut sich besonders über die vielen verschiedenen Vögel, die in ihren Garten kommen – und auch Wasser aus dem Teich trinken. © Wiechowski, Jona

Margret Vitz hat mit ihrem Garten ein grünes Paradies geschaffen. 1600 Quadratmeter ist er groß und bietet zig verschiedenen Tierarten ein Zuhause.

Besonders stolz ist die 85-Jährige auf die Vielzahl an Vögeln, die immer wieder kommen. Jetzt, wenn es wieder wärmer wird, achtet sie besonders auf den Gesang einer Art.

„Wenn ich die Mönchsgrasmücke höre, weiß ich: Jetzt ist der Frühling da“, sagt Vitz. Der Singvogel hat es ihr angetan – gehört habe sie ihn in diesem Jahr aber noch nicht. Dafür sind andere Vögel da – und die singen bereits reichlich. Seit Kurzem komme zum Beispiel ein Bergfink-Pärchen. Eine Premiere: „Die waren noch nie hier“, erzählt die Seniorin, die seit 55 Jahren auf dem Grundstück wohnt.

Es summt und brummt an vielen Stellen

Neben Vögeln kommen Insekten. Bei unserem Besuch am Montag summt und brummt es an vielen Stellen. Dass sich diese kleinen Tiere in ihrem Garten wohlfühlen, ist Vitz ein großes Anliegen. Beim Pflanzen achte sie deshalb darauf, dass die Blüten offen sind und die Insekten gut an den Nektar kommen. Ende März befinde sich einiges noch im Winterschlaf. Richtig schön werde es im Sommer, wenn alles blühe, wenn es nach Rosen dufte, wenn das Leben erwache.

Gratulation: Margarete Kind (li.) vom Stadtmarketing Neuenrade und Leonie Loer (re.) vom Regionalmanagement der Leaderregion überreichten die Preise an Margret Vitz und Daniel Günzel, der den Preis für seinen Vater Bernd entgegengenommen hat.
Gratulation: Margarete Kind (li.) vom Stadtmarketing Neuenrade und Leonie Loer (re.) vom Regionalmanagement der Leaderregion überreichten die Preise an Margret Vitz und Dennis Günzel, der den Preis für seinen Vater Bernd entgegengenommen hat. © Wiechowski, Jona

Klarer Fall: Margret Vitz fühlt sich wohl in ihrem Garten, ist hier fast jeden Tag, erst recht bei Sonnenschein. „Die Arbeit im Garten braucht viel Kraft, aber ich bekomme viel mehr zurück“, sagt die 85-Jährige. Voller Begeisterung zeigt sie Tulpen, Wildblumen, jahrzehntealte Stauden, die noch von ihrer Mutter sind, oder ein Foto von einem Siebenschläfer, der sich vor einigen Jahren mal in ihrem Schuppen einquartiert hatte. „Ich habe ihn mit Melonenstücken und Weintrauben gefüttert“, erinnert sie sich.

Margret Vitz gibt ihre Begeisterung gerne weiter

Die Begeisterung für den Garten gibt sie gerne weiter. Seit Jahren schon nimmt sie an der Aktion „Offene Gärten im Ruhrbogen“ teil. Im Sommer öffnen Naturfreunde dabei ihre Gärten für Besucher. „Es waren schon an die 200 Leute da“, erinnert sie sich an einen besonders gut besuchten Tag.

Wettbewerb „Bunt statt Grau“: Die Gewinner

„Bunt statt Grau“ hieß der Wettbewerb, den die Leader-Bürgerregion am Sorpesee mit den vier Kommunen Arnsberg, Balve, Neuenrade und Sundern veranstaltet hat. Das klimafreundliche Gestalten von Vorgärten stand im Mittelpunkt. Im ganzen Gebiet haben 21 Menschen teilgenommen, in Neuenrade gerade mal fünf. Drei von ihnen konnten nun ausgezeichnet werden. Platz eins belegt Margret Vitz, Platz zwei Tanja Levermann und Platz drei ging an Bernd Günzel, dessen Sohn Dennis die Urkunde für die Gemeinschaftsleistung entgegennahm. Für alle Gewinner gab es vom Neuenrader Stadtmarketing, das die Aktion unterstützt hat, noch Neuenrade-Gutscheine. „Das war das erste Mal, dass der Wettbewerb stattgefunden hat“, erklärte Liberto Balaguer, der den Wettbewerb mit seinem Büro „Pantarhei“ begleitet hatte. Dass so wenige teilgenommen hätten, liege wohl an der geringen Bekanntheit. Sollte das Ganze wiederholt werden, laufe es wohl besser.

Staunende Blick erntete sie auch am Montag, als Vertreter des Wettbewerbs „Bunt statt Grau“ vorbeikamen, der von der Leader-Bürgerregion am Sorpesee organisiert wurde. Die Teilnehmer konnten sich mit ihren Vorgärten bewerben. „Ich hatte davon in der Zeitung gelesen“, sagt sie. Zusammen mit einer Freundin habe sie Bilder gemacht und die Fragen beantwortet. Eine Jury schaute sich die Gärten im vergangenen Jahr an. Am Montag wurden die Gewinner gekürt. Margret Vitz belegt in Neuenrade den ersten Platz.

Zur Erhaltung der Natur beitragen

Etwas Bestimmtes habe sie sich erstmal nicht vorgenommen in ihrem Garten, an den sich gut 5000 Quadratmeter Vogelgehölz anschließen. „Ich möchte zur Erhaltung der Natur beitragen“, sagt sie.

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