Prozess wegen Pöbelei

200 Euro Strafe für üble Beleidigungen gegen Polizisten

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Neuenrade - Ziemlich daneben benommen hatte sich ein 23-jähriger Altenaer in Neuenrade: Vor einer Gaststätte beleidigte er zwei Polizisten. Dafür musste er sich nun vor Gericht verantworten.

Im eher beschränkten Repertoire der fäkal- und sexualdenunziatorischen Beleidigungen bediente sich ein 23-jähriger Altenaer, der – aus welchen Gründen auch immer – am 1. Oktober deutlich nach Mitternacht in Neuenrade feiern wollte und dort am Bistro „Zur Mühle“ auf eine geschlossene Gesellschaft traf.

Weil er daraufhin randalierte, kamen zwei Polizeibeamte, die sich ziemlich niveaulosen Dreck anhören mussten. Und die Beschwerde, sie seien „Schweine“ und würden sich nur „um die kack Asylanten“ kümmern. Der „Genuss“ einer halben Kiste Bier hatte dem Verstand des jungen Mannes nicht gut getan.

Im Amtsgericht Altena zeigte er sich schuldbewusst und gab sein schlechtes Benehmen zu, obwohl er sich angeblich nicht mehr daran erinnern konnte: „Ich denke schon, dass das so war.“ Das Erinnerungsvermögen eines 27-jährigen Polizeibeamten war dafür umso besser. „Er war auf jeden Fall alkoholisiert“, wusste er noch über den Randalierer zu sagen.

Weil die Beamten mit Widerstand rechneten, riefen sie sogar noch einen zweiten Einsatzwagen an den Ort des Geschehens. Letztlich blieb ihnen aber ein Transport des 23-Jährigen in den Polizeigewahrsam erspart – seine Mutter holte ihn ab.

„Eine andere Form der Ingewahrsamnahme“, bemerkte Richter Dirk Reckschmidt und verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 200 Euro.

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