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Musiker und Zuhörer begeistert

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Von: Michael Koll

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Die Musiker waren glücklich, in einem fast voll besetzen Konzertsaal spielen zu können.
Die Musiker waren glücklich, in einem fast voll besetzen Konzertsaal spielen zu können. © Koll

Das Märkische Kreisjugendorchester spielte nach langer Corona-Pause vor einem begeisterten Neuenrader Publikum.

„Wir fliegen aus Jux für 40 Euro nach Mallorca und zurück“, sagte Christian Wulf. Die Musik, die seine Worte untermalte, wurde live dazu gespielt. Die Zuhörer im Saal des Kaisergartens lauschten den mahnenden Ausführungen des jungen Mannes. Manche nickten zustimmend.

Klimawandel auch Konzert-Thema

Beim Konzert des Märkischen Kreisjugendorchesters (KJO) blieb die Sorge um den Klimawandel nicht außen vor. Zum Stück „Elegy to Mother Earth“ (zu Deutsch: Klagelied an Mutter Erde) von Giuseppe Calvino fuhr Wulf fort: „Dürfen wir das? Gehört der Planet uns?“ Die zweifelsohne rhetorisch gemeinten Fragen ließ der Jungmusiker folgerichtig unbeantwortet.

Musiker und Zuhörer in euphorischer Stimmung

„Noch im Mai war es unvorstellbar, dass wir wieder ein solches Konzert durchführen können“, zeigte sich KJO-Dirigent Martin Theile nach dem Auftritt am Samstag erleichtert. Pandemiebedingt hatte das Jugendorchester zwei Jahre nicht auftreten dürfen. „Als wir hier im November 2019 gespielt haben, war das bis heute unser letztes Konzert“, verriet Konzert-Moderator Fabian Schulte dem Publikum im fast voll besetzten Saal. Theile fasste wohl die Stimmung aller Beteiligten gut zusammen, als er betonte: „Heute hier gespielt zu haben, endlich wieder auftreten zu dürfen, das ist super!“

Emotionen, die das Publikum offensichtlich teilte. Als das Orchester etwa die frostigen Klänge aus dem Disney-Streifen „Frozen 2“ mit Leben erfüllte, waren im gut geheizten Saal nur lächelnde Gesichter zu erblicken – bei den Zuschauern wie den Musikern gleichermaßen.

Großes Lob für Martin Theile

Laut Moderator Schulte war dieser Erfolg auch ein Verdienst von Dirigent Theile: „Du gibst dem Orchester in jedem Jahr wieder neue Klangwelten mit auf den Weg“, lobte er den früheren Leiter der Musikschule Lennetal. Und schon folgte ein Abstecher nach Ostafrika. „Machweo“ von Menno Bosgra war perkussiv geprägt und entließ das Publikum beschwingt in den Abend. Beim Verlassen des Saals dachten die Besucher wohl zum Teil auch an den Anfang des Konzertes zurück, als es schon früh einen Höhepunkt gab. Die Komposition „Ein unvergessliches Abenteuer“ von KJO-Schlagzeuger Fabian Gieshoff wurde zwar nur in einem Auszug präsentiert; doch 2022 will das Kreisjugendorchester die vollen 20 Minuten zu Gehör bringen.

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