68 Jugendliche sanieren Stadtgarten in 72 Stunden

+
Bürgermeister Klaus Peter Sasse verkündete das Projekt, welches auf die katholischen Jugendlichen wartete.

NEUENRADE - Seit Donnerstag laufen die 72 Stunden, die die Neuenrader Pfadfinder und Messdiener haben, um ihr soziales Projekt umzusetzen, von dem sie zum Startschuss im Rathaus auch erst erfuhren.

Von Michael Koll

Die 68 Jugendlichen machen mit bei der bundesweiten 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen katholischen Jugend (BDKJ). Und sie haben sich dafür entschieden, nicht selbst ein Projekt zu finden, sondern sich von einer Aufgabe überraschen zu lassen.

Der Bürgermeister lüftete das Geheimnis: Dieses Mal sollen die Mädchen und Jungen nichts bauen, sondern etwas abreißen, „damit dort im Sommer etwas Besonderes entstehen kann“.

Für ein Kinder-Karussell: "Alles muss da weg"

Und dann wurde das Stadtoberhaupt konkret: „Alles, was im Stadtgarten rund um die DRK-Begegnungsstätte ist, muss da weg.“ Da solle künftig und dauerhaft ein Kinder-Karussell und auch ein Spielgerät für Ältere stehen. „Ich bin ja schon 69 Jahre alt und gehöre somit dazu“, flachste der erste Bürger Neuenrades. Der Stadtgarten solle schon bald „eine Bürgeroase“ werden. Und so spendete Klaus Peter Sasse abschließend im Namen der Stadt für die 72-Stunden-Aktion flugs noch 500 Euro.

In diesem Jahr steht die ehrenamtliche Aktion unter dem Motto „Uns schickt der Himmel“. Pate der Aktion in Neuenrade ist Josef Brockhagen. Er hat damit Erfahrung, hatte er vor vier Jahren bereits diese Funktion übernommen. Seine Aufgabe war, ein Projekt für die Gruppe Jugendlicher auszusuchen.

Projektpate Josef Brockhagen erläuterte die Arbeitsschritte

Und er erklärte dann auch die einzelnen Teilschritte der diesjährigen Aufgabe: „Bis Sonntagnachmittag, 16.30 Uhr, müsst Ihr“, sprach er die Jugendlichen direkt an, „eine Hecke und Büsche entfernen, Bänke abbauen, eine Mauer einreißen, Zäune abbauen, Verbundpflaster aufnehmen, das Hochbeet abreißen, eine Fahnenstange demontieren, Schaukästen und Plakattafeln entfernen. Danach sollt Ihr einen Mülltonnen-Unterstand bauen und Baumel-Bänke aufstellen.“ Brockhagen fragte seine Schützlinge mit einem Wort: „Machbar?“ Die Antwort, die ihm aus dem Saal entgegen schallte, war deutlich: „Na klar!“

Schon ab 14 Uhr soll am Sonntag ein Abschlussfest mit Gegrilltem und Waffeln am DRK-Haus veranstaltet werden. Dazu sind alle Bürger, ob Jung, ob Alt, eingeladen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare