Märkisches Jugendsinfonieorchester

Das erste Mal im ganz großen Ensemble

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Sichtlich Spaß haben Luis (links) und Joshua nicht nur beim Schlagzeugspielen.

Affeln - Eine Woche proben, drei Konzerte, 1300 zufriedene Zuschauer – das Märkische Jugendsinfonieorchester hat ganze Arbeit geleistet. Zwei junge Affelner waren zum ersten Mal dabei.

Ein bisschen Glück hatten Luis Jeßegus (13) und Joshua Bott (12) schon, denn ihre damalige Dozentin Laura Flanz hatte selbst im Jugendsinfonieorchester gespielt und die beiden vorgeschlagen und ausgiebig mit ihnen für das große und angesehene Ensemble geübt.

Im Musikverein Affeln spielen beide seit vier Jahren Schlagzeug, haben auch schon bei diversen Konzerten im Orchester mitgewirkt. Aber in einem rund 80 Personen starken Ensemble zu spielen, war für beide doch neu. „Man muss sich erst mal daran gewöhnen, mit so vielen zu spielen“, erklärt Luis. Nach der ersten Probe habe das aber ganz gut funktioniert.

Im Orchester haben sie sich ums Schlagwerk gekümmert.

Vom Musikverein unterscheidet sich das Jugendsinfonieorchester nicht nur durch seine Größe. Auch die Auswahl der Instrumente ist eine andere: Geige und Kontrabass zum Beispiel findet man nicht überall. Im Sinfonieorchester haben sich die beiden Affelner um das Schlagwerk gekümmert, also zum Beispiel Pauke, Marimbaphon oder Becken.

„Das ist eine wahnsinnig intensive Zeit“, erklärt Norbert Sasse, der die Affelner Nachwuchsmusiker seit einiger Zeit unterrichtet. Die Proben zogen sich über eine Woche in den Weihnachtsferien hin, gefolgt von drei großen Konzerten. Und die Anforderungen an die Musiker seien natürlich höher, so Sasse weiter: „Da kann halt nicht jeder mitmachen.“

Entsprechend war Joshua mit seinen zwölf Jahren diesmal der jüngste Mitwirkende, gefolgt vom 364 Tage älteren Luis. Die meisten seien 16 oder älter gewesen, erklärt der. Jedenfalls seien beide „sehr gute Schüler“, findet ihr Schlagzeuglehrer Norbert Sasse.

Dozent Norbert Sasse erklärt, worauf es am Schlagzeug ankommt.

Vor vier Jahren hatten beide angefangen zu musizieren und sich schnell fürs Schlagwerk entschieden. Die Leidenschaft dafür übrigens ist ihnen deutlich anzumerken: Kaum ein Instrument bleibt im Vorbeigehen unangetastet. „Wenn ich eine Trommel vor mir habe, dann muss ich einfach draufhauen“, sagt Luis.

Daran scheint sich durch die intensive Zeit mit dem Märkischen Jugendsinfonieorchester nichts geändert zu haben. „Es ist ein schönes Gefühl, beim Konzert vor Publikum zu spielen“, sagt Joshua. Natürlich hätten die beiden Affelner auch in musikalischer Hinsicht etwas gelernt. Die Lust am Musizieren sei ihnen keinesfalls vergangen: „Es ist eher noch mehr geworden.“

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