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Lüfter in Klassenräumen: So hat die Politik entschieden

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Von: Peter von der Beck

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Sollen Raumluftverbesserer künftig auch in den Klassenräumen in Neuenrade stehen? Mit diesem Thema beschäftigt sich die Politik.
Sollen Raumluftverbesserer künftig auch in den Klassenräumen in Neuenrade stehen? Mit diesem Thema beschäftigt sich die Politik. © Sven Hoppe/dpa

Wenn es nach dem Umweltbundesamt geht, sind dezentrale mobile Raumluftverbesserer für eine Senkung der Coronaviren-Last in Klassenräumen nicht zu gebrauchen – wenn die Räume vernünftig gelüftet werden können.

Bauamtsleiter Marcus Henninger hatte sich im Vorfeld des Schul- und Sportausschusses mit dem Themenkomplex vertraut gemacht und eben auf das Umweltbundesamt verwiesen. Anlass war unter anderem ein umfassender Antrag von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Raumluftverbesserung.

Dabei ging es um den Schutz vor Ansteckung, aber auch um ein angenehmeres Raumklima im Schulbereich. Dazu möge die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie erbringen. Die erfolgte im Grunde mündlich: Was nun eine Verbesserung des Pandemieschutzes anbelangt, so verwies Henninger auf das Bundesamt. Die Sicherheit werde mit den Belüftern nur suggeriert, sagte er. Und tatsächlich: So schreibt die Behörde: „In Räumen der Kategorie eins ist der Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte nicht notwendig, wenn der erforderliche Luftwechsel von mindestens drei pro Stunde entweder durch regelmäßiges Stoß- und Querlüften oder durch raumlufttechnische Anlagen gewährleistet wird.“ So scheint dieser Aspekt des Grünen-Antrags vom Tisch.

Es geht auch um energetische Optimierung

Etwas anderes ist es mit den fest installierten Raumluftanlagen. Dass so etwas zum Beispiel bei der geplanten Erweiterung der Burgschule eine Rolle spiele, sei wohl klar, ließ Henninger durchblicken. Das werde man sich sicher anschauen. Auch bei den Sporthallen der Niederheide, deren Anlagen sowieso ersetzt würden, sei es sinnvoll, dass man dort so etwas macht. Dabei geht es auch um eine energetische Optimierung – sprich erhebliche Heizkostenreduzierung. Da sei schon konkrete Planung im Spiel, sagte Henninger und verwies darauf, dass der Komplex Niederheide „gesamtenergetisch zu betrachten“ sei. Schwierig werde es bei Einbeziehung der Klassenräume. Eine nachträgliche Ausstattung einer ganzen Schule mit Lüftungsanlagen sei baulich aufwendig, sagte Henninger.

Die CDU brachte das Thema teure Kostenermittlung mit ins Spiel. Henninger schlug schließlich vor, dass man ja durchaus mal exemplarisch einen Klassenraum mithilfe eines Fachmanns durchrechnen könne. Das schien auch im Sinne der SPD zu sein. Auch Eva Päckert, Leiterin der Hönnequell-Schule (HQS) schaltete sich ein, erläuterte noch einmal die Situation an der HQS. Dort kann man den Computerraum nur über Dachluken lüften, Unterricht dort also nur bei Trockenheit anbieten. Der Musikraum habe keine Fenster und könne gar nicht gelüftet werden.

Machbarkeitsstudie ist vom Tisch

Vielleicht könne man eine Förderung für diese beiden Räume bekommen, hieß es im Ausschuss.

Letztlich votierte der Ausschuss für Handwerker, welche einen Raum für ein Lüftungssystem exemplarisch rechnen. Die große Machbarkeitsstudie ist vom Tisch.

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