In Neuenrade bereits im Einsatz

Luca-App: Politik kritisiert mangelnden Informationsfluss

Die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung wird auch in Neuenrade genutzt. So konnten sich beispielsweise die Mitglieder des Stadtrates für die Sitzung am Donnerstag im Kaisergarten einfach und bequem über die App registrieren.
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Die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung wird auch in Neuenrade genutzt. So konnten sich beispielsweise die Mitglieder des Stadtrates für die Sitzung am Donnerstag im Kaisergarten einfach und bequem über die App registrieren.

Für die Sitzung des Stadtrates am Donnerstagabend im Saal des Hotels Kaisergarten hatte die FDP-Fraktion den Antrag gestellt, die Stadtverwaltung möge bitte prüfen, ob man die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie einsetzen könne.

Dieser Antrag hatte sich erledigt. Denn bekanntlich nutzt die Stadt die App bereits, wird Teil des Netzwerkes. „Hätten wir das gewusst, hätten wir den Antrag natürlich auch nicht gestellt, sagte FDP-Fraktionschef Michael Hammer. So konnte der Kaisergarten für die Sitzung am Donnerstag schon mit der App betreten werden. Zudem gab es am Eingang einen Selbsttest.

Kritik an der Verwaltung in Sachen Luca-App kam aus den Reihen der Ratsmitglieder. Tom Reißmann von den Grünen nannte die Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der App. Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) verwies aber darauf, dass man das geprüft habe und der Märkische Kreis ebenfalls. „Nur müssen wir auch irgendwann und irgendetwas tun. Ich gehe davon aus, dass die App Bestand hat“, so Wiesemann.

Auch der Kreis nutzt die Luca-App

Auch der Kreis nutzt die App seit Mitte des Monats. In einem Infektionsfall kann das Kreisgesundheitsamt auf die Daten der Luca-App, die bei der jeweiligen Veranstaltung erhoben wurden, zugreifen und sie für die Kontaktnachverfolgung nutzen.

Grundsätzlich Kritik gab es von SPD-Mitfraktionschefin Ulrike Wolfinger: „Ich hätte es besser gefunden, dass man auch als Rat über den Einsatz der App etwas gewusst hätte und nicht, dass das einfach über das Stadtmarketing verkündet wird. Es geht einfach um die Information.“

Nutzwert für die FWG letztlich höher

Auch Bernhard Peters, Fraktionschef der Freien Wählergemeinschaft Neuenrade (FWG), kritisierte den „nicht vorhandenen Informationsfluss“ in der Sache. Die App sei durchaus kritisch zu sehen. Gleichwohl halte er den Nutzwert für größer, sagte Peters.

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