Die Linden sind gefällt

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Ruck-zuck wurden die Linden mit Hilfe eines Harvesters gefällt.

NEUENRADE - „Die sind schneller ab, als dass sie wieder wachsen“, sagt Günter Grote, der in der Nähe des Stadtgartens wohnt. Und da hat er sicher recht. Nur eine gute halbe Stunde hatte es gestern gedauert, bis die Firma Ernst die sieben Linden per Harvester gefällt hatte, während die Mitarbeiter des Baubetriebshofes die Arbeiten mit Warnposten absicherten.

Dann wurden die Bäume auf dem Gelände vor der Begegnungsstätte am Stadtgarten gelagert und später weiter verwertet. Unterschiedlich fielen die Reaktionen der Passanten aus. Die reichten von Kopfschütteln über Achselzucken bis hin zur Empörung. Ein Neuenrader fotografierte den gewaltigen Baumhaufen per Handy, um das aus seiner Sicht nicht nachvollziehbare Geschehen zu dokumentieren. Ins Internet wollte er die Aufnahme stellen. Aus der DRK-Begegnungsstätte gab es Stimmen, dass es nun mit den durch Laub verstopften Dachrinnen vorbei sei und mehr Licht habe.

Dass es durchaus unterschiedliche Auffassung zur Fällung der Linden gibt, das wusste man auch in der benachbarten Bäckerei zu berichten. Kalt lässt es demnach kaum einen, etliche gaben Kommentare ab. Da hätten sich die einen über mehr Licht und Luft gefreut, andere seien verärgert gewesen. „Viele haben geschimpft“, hieß es beim Bäcker.

Um die Bäume hatte es auch politisch Wirbel gegeben, letztlich stimmten nur Bündnisgrüne und SPD gegen die Fällung, welche im Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept zur Entwicklung Erste Straße/Mühlendorf steht. Ein Gutachter hatte zudem festgestellt, dass der Großteil der Bäume auch krank und zum Teil nicht mehr standsicher war.

Wie dem auch sei: Die Bäume sind ab, die Planungen für die weitere Stadtentwicklung gehen weiter. Und es wird konkret. In der kommenden Woche startet die Firma Ossenberg mit den Pflasterarbeiten an der Ersten Straße. Bauamtsleiter Marcus Henninger wies darauf hin, dass die Neugestaltung der Ersten Straße dabei etappenweise erfolgen soll, um die Verkehrssituation zu entspannen und die Einzelhändler nicht zu sehr zu belasten. - Von Peter von der Beck

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