Ein letzter Versuch, die Ortsumgehung zu kippen

NEUENRADE ▪ Die Bündisgrünen, Vertreter der Bürgerinitiative B229n und die Bundestagsabgeordnete Bettina Herlitzius (Bündnis 90/Die Grünen) wollen einen letzten Versuch starten, ob die „ortsnahe Ortsumgehung“ um Neuenrade herum „noch zu kippen“ ist.

Sie wollen auf Landesebene Einfluss ausüben, um die Ortsumgehung aus der Prioritätenliste zu bekommen. Denn der Bund erteile den Auftrag an das Land und auf dieser Ebene werde eben eine Prioritätenliste geschrieben. Auch wollten sie unisono das Thema noch einmal den Menschen ins Bewusstsein bringen. Bettina Herlitzius betonte dabei, dass es sehr wichtig sei, den Planfeststellungsbeschluss zu verhindern. Wenn es einmal so weit sei, würden die Chancen rapide sinken, das Projekt noch zu verhindern, sagte die Bundestagsabgeordnete.

Es pressiert auch offenbar, denn es wird bereits vom Aufstellungsbeschluss im Sommer des Jahres gesprochen.Bei dem Pressegespräch im Kaisergarten gestern Nachmittag auf Grundlage einer Anfrage an Verkehrsminister Ramsauer packten die Bündnisgrünen und die Bürgerinitiative mit Dr. Peter Renvert und Angelika Renvert, noch einmal die Argumente gegen die Ortsumgehung aus. Allen voran Grünen-Fraktionschef Dieter Maurer, verwiesen sie auf die exorbitant gestiegene Kosten (nun 20 Millionen Euro), welche sie für ohnehin schöngerechnet halten, sie verwiesen auf die Einkesselung der Neuenrader Innenstadt durch die geplante Trasse, sie verwiesen auf den enormen Ressourcenverbrauch, die Schädigung der Natur, die Lärmbelastung durch die Hanglage der geplanten Ortsumgehung. Insgesamt sehen sie das Naherholungsgebiet Neuenrade gefährdet. Und der prognostizierte Erfolg werde sich kaum einstellen.Bettina Herlitzius verwies auf aus ihrer Sicht negative Folgen für den Einzelhandel. Der würde sicher darunter leiden, da durch diese Ortsumgehung auch Autofahrer von der Innenstadt fern gehalten würden und der Zugang erschwert werde.Der Argumentation, dass der Großteil des Lastwagenverkehrs aus Neuenrade herausgehalten würde, hatten sie nicht viel entgegenzusetzen. Der Eingriff in die Natur sei zu gewaltig durch die Baumaßnahme, betonten sie.

vdB www. b229n.de

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