Lesung mit Musik

Ein Abend mit viel Gefühl in der Kultur-Villa

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Sabine Langenbach, Autorin, Moderatorin, Journalistin und Referentin gab auch als Jazzsängerin eine gute Figur ab.

Neuenrade - Es war ein besonderer Abend in der Neuenrader Villa am Wall: Die Altenaerin Sabine Langenbach erzählte von ihren ganz persönlichen Weihnachts-Erlebnissen. Dazu gab es Musik.

Erwartungsvoll hatte sie das Türchen ihres Adventskalenders geöffnet; und musste eine herbe Enttäuschung hinnehmen: Statt der erhofften kulinarischen Offenbarung – insgeheim hatte sie mit einem edlen Praliné gerechnet – fand sie ein kümmerliches Stückchen Milchschokolade vor. Beinahe schadenfroh grinste ihr das Konterfei einer bekannten Comic-Figur von der glänzenden Aluminiumfolie entgegen.

Dieses ganz persönliche Adventserlebnis der Altenaerin Sabine Langenbach quittierten viele Zuhörern in der Villa am Wall mit einem Lachen. Doch die Autorin, Moderatorin, Journalistin und Referentin – die am Freitagabend obendrein als Jazz-Sängerin eine gute Figur abgab – weckte in ihrem Publikum auch andere Gefühle.

Musik gab es unter anderem von Max Jalay (im Bild), von Andreas Theil (Keyboard) und Jens Gerlach (Drums).

Langenbach hatte den Neuenradern „24 Begegnungen zum Staunen im Advent“ mitgebracht. Aus diesem kleinen Büchlein, das dem Leser einen „ganz neuen Blick auf das Leben schenken“ soll, las sie einige Geschichten vor. Auch die, die eigentlich für den 14. Dezember vorgesehen ist und den Titel „Jauchzet, frohlocket“ trägt.

Sabine Langenbach erzählt darin von ihrer eigenen Tochter Birte, „die vor 18 Jahren ohne Augäpfel auf die Welt gekommen ist und noch einige andere Handicaps“ hat. Birte liebt nicht nur das Lied „Jauchzet, frohlocket“ es ist auch ihr Lebensmotto, denn Gott ist für sie Realität im Alltag.

Ermutigende und besinnliche Momente

Sichtlich berührt hatten die Gäste in der Villa Anteil am Leben der Familie: Das Taxi, das Birte von der Behindertenwerkstatt nach Hause bringen soll, hat vier Stunden Verspätung – die Mutter ist krank vor Sorge. Langenbach las vor: „Beim Aussteigen sagte Birte: ,Amen, Amen, Gott ist da!‘ Und schon hatte sie mir mit wenigen Worten eine Predigt gehalten!“

Stressfreie, ermutigende und besinnliche Momente hatte Sabine Langenbach ihrem Publikum versprochen – und niemand wurde enttäuscht. Wer sich auf diese Advent-Begegnungen eingelassen hatte, der konnte nicht anders – und griff am Ende der Veranstaltung zu jenem kleinen Büchlein, das auch nach besonders stressbeladenen Tagen in der Vorweihnachtszeit einen neuen Blick auf das Leben schenken kann.

Da freuen sich die Zuschauer und applaudieren kräftig. Sabine Langenbachs Lesung mit Musik sorgt für jazzige Momente.

Besinnungs-Pausen schenkte die Altenaerin ihrem Publikum gemeinsam mit „ihren Jungs“ Max Jalay (Contrabass), Andreas Theil (Keyboard) und Jens Gerlach (Drums). Die Jazz-Combo begleitete Sabine Langenbach, die keine typischen Genre-Songs mitgebracht hatte, sondern gemeinsam mit den Musikern altbekannte Weihnachtslieder in Jazz-Manier servierte.

Für die meisten Ohren war das neu – doch unwillkürlich tauchte vor dem geistigen Auge das Bild des Tannenbaums auf, dessen Zweige begeistert im Takt des eigenen Lobliedes auf und ab wippen.

Die Zeit verging wie im Flug

Die Zeit in der Villa – die Veranstaltung wäre übrigens ausverkauft gewesen, hätten die Zuhörer Eintritt zahlen müssen – verging wie im Flug. Und so darf sich der Freundeskreis „Augenblick mal“ – für den jeder, dem es gefallen hatte, eine Spende geben durfte – sicherlich über einen ansehnlichen Geldbetrag freuen.

Sabine Langenbach, „24 Begegnungen zum Staunen im Advent“, Neufeld Verlag, ISBN 978-3-86256-073-8

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