Kinder sollen daheim bleiben

Lernen auf Distanz: So funktioniert die Umstellung in Neuenrade

Viele Schüler lernen in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien von zuhause aus.
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Viele Schüler lernen in der letzten Woche vor den Weihnachtsferien von zuhause aus.

Lockdown quasi über Nacht: An der Hönnequell-Schule in Neuenrade konnten die Lehrer damit offenbar recht gut umgehen.

Nachdem am Freitagmittag die Nachricht kam, dass ab Montag die Schülerinnen und Schüler der Grundschule und der Klassen fünf bis sieben nach Gusto der Eltern die Schule besuchen konnten, musste das Kollegium am Sonntag dann noch mal für drei Stunden zu einem Meeting zusammenkommen, um den Corona-Stundenplan aufzustellen, erläuterte Schulleiterin Eva Päckert.

Am Montag gab es dann den Ernstfall – und die Schulleiterin war angetan. „Es hat gut funktioniert.“ Unterschiedlich sei die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Unterstufen gewesen. „Von einem Schüler bis zur Hälfte der Klasse waren alle Varianten vertreten.“ Wenige Reaktionen verzeichnete sie seitens der Eltern, sehr zufrieden war sie mit den Kindern. „Unsere Schüler haben das echt toll gemacht.“

Coronavirus in Neuenrade: Online-Unterricht im Vorfeld geübt

Gut vorbereitet war man. Im Vorfeld war der Online-Unterricht geübt worden. Schoolfox und der Gruppenchat wurden eingesetzt. Das habe wunderbar funktioniert. Dabei hätten die Schüler zum Beispiel auch das Handy einsetzen können. Das sei vor allem auf den Dörfern hilfreich, wo die Internet-Verbindungen nicht so flott seien. Schon beim Guten-Morgen-Schreiben habe man gesehen, dass 98 Prozent der Kinder anwesend waren.

Man unterrichte, wenn möglich, zu zweit und habe die Chats und den Live-Unterricht im Blick, erläuterte Päckert. Sie wies auch darauf hin, dass es beim Lernen auf Distanz auch sehr gut sei, wenn man sich bei der Bearbeitung der Aufgaben an den vorgegebenen Stundenplan halte. Zudem sorge man dafür, dass auch Eltern Unterlagen abholen könnten, wenn sie zuhause keinen Drucker parat hätten. Ab Januar könnten zudem beim Distanzunterricht auch Leihgeräte eingesetzt werden.

Kitas: Viele Kinder bleiben daheim

An der Neuenrader Burgschule lief am Montag der Betrieb auch halbwegs normal, denn die Klassenräume waren hell erleuchtet, der Schulhof in den Pausen gut gefüllt. Offenbar hatte sich der Großteil der Eltern entschieden, ihre Kinder zunächst einmal zur Schule zu schicken. Schulleiter Awerd Riemenschneider war für eine Stellungnahme am Montag nicht erreichbar.

Auch was den Kita-Besuch anbelangt, so waren die Eltern gehalten, ihre Kinder daheim zu lassen. Danny Bexten, Leitern des Evangelischen Familienzentrums, verwies auf zwei Schreiben, die sie vom Familienministerium bekommen habe. Demnach wurde im zweiten Schreiben eindringlich darauf verwiesen, dass die Eltern ihre Kinder zuhause lassen und nur in Notfällen in die Kita bringen sollten. Derzeit sei „nur ein Drittel der Kinder“ in der Kita, sagte die Einrichtungsleiterin.

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