Schulministerium erwähnt Arbeit vom Kollegium

Hönnequellschule beispielhaft digital

In der Hönnequellschule hat sich in Sachen Digitalisierung eine Menge getan. Schulleiterin Eva Päckert und ihr Team werden dabei auch von Sebastian Schneider, dem IT-Beauftragten der Stadt, und Bereichsleiterin Ira Valsamidou (rechts) unterstützt. In den vergangenen Monaten hat das Kollegium der Schule ein Konzept für das Lernen auf Distanz erarbeitet, dass vom Ministerium als „beispielhaft“ gelobt wird.
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In der Hönnequellschule hat sich in Sachen Digitalisierung eine Menge getan. Schulleiterin Eva Päckert und ihr Team werden dabei auch von Sebastian Schneider, dem IT-Beauftragten der Stadt, unterstützt. In den vergangenen Monaten hat das Kollegium der Schule ein Konzept für das Lernen auf Distanz erarbeitet, das vom Ministerium als „beispielhaft“ gelobt wird.

Neuenrade – „Wir haben das Konzept für unser ,Lernen auf Distanz’ gemeinsam als Kollegium erarbeitet. Und wir arbeiten uns auch weiterhin ständig zu“, stellt Eva Päckert fest. Die Leiterin der Hönnequellschule freut sich, dass die gemeinsamen Anstrengungen zu einem „beispielhaften“ Ergebnis geführt haben: Vor den Osterferien hat Päckert eine E-Mail aus dem Schulministerium erhalten. Das Konzept der Neuenrader Schule für den Distanzunterricht ist im Bildungsportal des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW veröffentlicht worden. Es sei geeignet, um anderen Schulen in der aktuellen Situation Unterstützung zu bieten, erklärt das Ministerium.

Für das Kollegium der Hönnequellschule ist die Nachricht des Schulministeriums der Beweis, in den Zeiten der Corona-Pandemie den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, um die derzeit knapp 400 Schülerinnen und Schüler auch ohne Präsenzunterricht optimal fördern zu können. Bereits im Herbst des vergangenen Jahres fand eine schulinterne Fortbildung statt, in deren Rahmen die Konzepterstellung richtig Fahrt aufnahm. „Uns war es wichtig, eine Mischform zu finden, in der unterschiedliche Formen des Lernens ihren Platz haben, und nicht nur auf Videounterricht zu setzen. Dieser fand natürlich auch statt. Doch neben der herkömmlichen Arbeit mit Schulbüchern und Arbeitsblättern im Videounterricht haben wir auch Online-Arbeitsblätter erstellt und mithilfe kollaborativer Arbeitsflächen sind sogar gemeinsame Texte auf Distanz entstanden.“, erläutert Eva Päckert. Ebenso wie Jörg Leiß, didaktischer Leiter, der Schule, war ihr eines ganz wichtig: „Wir möchten alle Schüler mitnehmen. Es soll möglichst keiner in dieser Zeit zurückbleiben.“

Um dieses Ziel zu erreichen, aber auch, um den Unterricht möglichst interessant und abwechslungsreich gestalten zu können, greift das Kollegium auf ein umfangreiches Paket zurück. Darin enthalten ist zum Beispiel die Nutzung des Schulportals SchoolFox, die Schullizenzen für Padlet, die Anton-App und Quizlet. Der Erwerb von Lizenzen zur Nutzung digitaler Schulbücher gehört ebenso dazu, wie die Einrichtung schulischer E-Mail-Adressen für alle Pädagogen, Schülerinnen und Schüler.

Die Liste der Werkzeuge, mit denen das Lernen auf Distanz optimiert wird, ist damit noch längst nicht abgeschlossen. Unter anderem erstellen die Lehrer sogar eigene Youtube-Videos, um den Schülern Unterrichtsinhalte vermitteln zu können. Gruppendiskussionen, in deren Rahmen die Schüler sich online zu Wort melden oder Fragen stellen können, haben ebenfalls Platz im Konzept.

„Die Kollegen haben viel ausprobiert, und wir alle haben während dieser Zeit viel gelernt“, sagt Eva Päckert. Sie ist stolz auf das gesamte Kollegium: auf die Lehrer, „die im Umgang mit den digitalen Werkzeugen manchmal Bauchschmerzen haben“ – und dennoch mit auf dem Weg sind – und auf diejenigen, die mit dem Thema besonders viel anfangen konnten, und für andere digitale Werkzeugsammlungen erstellt haben. „Alle gehen mit“, unterstreicht sie. Dazu gehöre auch, dass das Kollegium Freizeit geopfert habe, um beispielsweise nach Feierabend in den eigenen vier Wänden an Online-Fortbildungen teilzunehmen.

Zum Konzept gehört, dass die Schüler so wenig Hürden wie möglich nehmen müssen, um effektiv am digitalen Unterricht teilnehmen zu können. Sämtliche Aufgaben und Materialien werden so aufbereitet, dass das Ausdrucken nicht notwendig ist. Schüler, die nicht über ein Laptop oder ein Tablet verfügen, müssen den Unterricht nicht mit dem Handy verfolgen. „Wir halten Leihgeräte bereit, daran soll es nicht scheitern“, unterstreicht Jörg Leiß.

In diesem Zusammenhang lege das Kollegium auch großen Wert auf die regelmäßige Rückmeldung der Eltern. „Wir wollen die Eltern nicht alleine lassen und müssen wissen, wenn etwas nicht klappt. Auch, wenn das eine zusätzliche Arbeitsbelastung für uns bedeutet“, stellt Eva Päckert fest.

Den Schülerinnen und Schülern stellt sie übrigens ein hervorragendes Zeugnis aus: „Die Kinder haben das toll gemacht, quer durch alle Jahrgänge.“ Zudem gebe es Kinder, die vom Distanzunterricht regelrecht profitieren würden. „Einigen tut es ausgesprochen gut, Ruhe zu haben und ohne Ablenkung arbeiten zu können.“ Auch die Möglichkeit, die Aufgaben im eigenen Tempo erledigen zu können, komme vielen Schülern zugute. „Wir müssen überlegen, wie wir das zumindest teilweise beibehalten können, wenn der Präsenzunterricht wieder stattfindet.“

Am digitalen Ball bleiben werde das Kollegium auf jeden Fall, verspricht Päckert. „Unser Konzept ist nicht statisch, es wird immer weiter verbessert. Wir lernen ja ständig dazu.“ Letztlich sei die Schule aber natürlich auch von den technischen Möglichkeiten abhängig, die zur Verfügung stünden. Diesbezüglich hat Eva Päckert einen Wunsch: „Es wäre schon toll, wenn jedes Kind vom Land ein mobiles Endgerät erhalten würde.“

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