Lernen 2.0, MINT, Bili und begeisterte Eltern

Ein interaktives Whiteboard.

NEUENRADE ▪ Wenn es darum geht, das Angebot der Gemeinschaftsschule in Neuenrade zu beschreiben, ist das mit einemWort getan: Reichhaltig. Beim Tag der offenen Tür am Samstag konnten Eltern und Kinder die Schule mitsamt AGs und Unterricht entdecken.

Lernen 2.0 heißt es beispielsweise bei der Vorstellung der interaktiven Whiteboards. Ein 78“-Bildschirm mit Touchscreen, eingebautem Lautsprecher und Internetzugang wird künftig die Unterrichtsstunden an Möglichkeiten bereichern, ist sich Lehrer Marcus Lubienski sicher – trotzdem „ist die klassische Tafel aber auch ein wichtiges Medium“. Um die Boards mit Windowsoberfläche richtig zu präsentieren, hielten Joschua Cramer und Marcel Böning einen Vortrag über die Ergebnisse aus dem MINT-Unterricht. MINT bedeutet Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und ist eines von zwei Lernprofilen an der „GEM“.

Schüler mit sprachlicher Begabung sind mit „Bili“, dem bilingualen Zweig, sicher besser beraten. Individuelle Förderung ist ohnehin ein wichtiger Faktor in der Niederheide: selbstgesteuertes und kooperatives Lernen sowie die Arbeit an Projekten soll Selbstständigkeit und Selbstverantwortung vermittteln. Dass dies bereits gelungen ist, zeigen die Arbeiten der AGs: Mit Experimenten des Alltags präsentierte sich die Freihandexperimente-Arbeitsgruppe naturwissenschaftlich gewieft; während die Theatergruppe kreatives Geschick bewies. Schneeweißchen und Rosenrot, dargestellt von Emily Tripke und Lara Conrad, entführten ihr Publikum ins Land der Märchen, wo auch die Prinzen Robin Malms und Nick Seitlitz leben.

Im wahren Leben gilt es ebenso Entscheidungen zu treffen: Die Eltern müssen mit der Wahl der Schule in den Lebensverlauf ihrer Kinder eingreifen, und aus den Gesprächen vernimmt man deutlich die Schwierigkeiten dieser Entscheidung, das Abwägen, das Für und Wider der verschiedenen Schulen und Schulformen. Silke Platthaus hat bei der GEM ein gutes Gefühl: „Ich bin begeistert von der Schule“, sagt die Neuenraderin, die auch im Vorfeld schon an den Informationsveranstaltungen teilgenommen hat „und würde meine Tochter gerne anmelden. Das Angebot hier ist passend für sie, und die Kinder verbringen so viele Stunden in der Schule, dass die richtige Wahl sehr wichtig ist.“ Auch der Nachwuchs selbst zeigt sich überzeugt: „Mir gefällt am besten, dass Frau Ellenbeck so nett ist“, lobt die 10-jährige Hannah-Sophie Holzkamp ihre Klassenlehrerin. Auch Mitschülerin Paula Sophie Dunker mag das Gemeinschaftskonzept: „Eigentlich ist hier alles gut.“

Gut findet das auch die Frauenunion der CDU: Sie drückte ihre Freude über die Gründung der Schule mit einer Spende von 800 Euro aus, dem aufgestockten Erlös des Weihnachtströdels. Rektorin Astrid Tillmann ist überwältigt: „Ich bin sprachlos. Es ist schön, dass die Schule gewollt wird.“ ▪ Annette Kemper

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