Leader-Verein: Zufrieden, auch ohne Sonnenschein

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Vertreter aus den Kommunen der Leader-Region  „Bürgerregion am Sorpesee“ zogen eine Zwischenbilanz ihrer Arbeit.

Neuenrade/Balve - „Es läuft rund“ – das war wohl die Kernbotschaft einer Pressekonferenz zur Leader-Region „Bürgerregion am Sorpesee“. Zahlreiche Projekte wurden bereits initiiert, mehr als 2,2 Millionen Euro der Fördermittel sind schon verplant.

Die Pressekonferenz im Kleinen Sitzungssaal im Neuenrader Rathaus war in vollem Gange, als mit einem lauten Knall ein Fenster vom Wind aufgeweht wurde. Kurz hielten alle inne, blickten erschrocken auf. Von draußen prasselte Regen auf die Fensterbank, ein Gewitter zog auf. Es sollte an diesem Tag die einzige Störung bleiben.

Denn die Stimmung war gut. Und das hatte seine Gründe. Inzwischen ist fast die Hälfte der aktuellen Leader-Periode (2016 bis 2022) vorbei. Grund genug für Leader-Regionalmanager Lars Morgenbrod, den „Leadersein“-Vorsitzenden Klaus Peter Sasse, die Bürgermeister von Balve und Neuenrade sowie den Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Kai Hagen, über den Entwicklungsstand zu informieren.

Noch bis 2020 kann man sich für Fördermittel bewerben. Schon 29 Projekte in den Städten Neuenrade, Balve, Sundern und Arnsberg wurden „auf den Weg gebracht“. Kaum eine andere Leader-Region in Nordrhein-Westfalen sei so aktiv, bilanzierte Regionalmanager Morgenbrod.

Für den Neuenrader Bürgermeister Antonius Wiesemann und seinen Amtskollegen aus Balve, Hubertus Mühling, ein Indiz dafür, wie erfolgreich die Zusammenarbeit der Städte funktioniert.

Morgenbrod hob das Projekt „Sorpe, unsere grün-blaue Mitte“ hervor. Ende Oktober soll eine Entdeckerkarte veröffentlicht werden. „Das soll eine Karte werden, die Lust macht, die Region zu erkunden.“ Dass der Sorpesee einmal zum Identifikations-Punkt der Region wird, das wünscht sich Klaus Peter Sasse.

Ein wichtiger Partner bei der Umsetzung der vielen Ideen sei die Vereinigte Sparkasse, betonte er. Und Kai Hagen, Vorstands-Vorsitzender der Bank: „Leader ist ein tolles Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit. Ich hoffe, dass es so weitergeht.“ 

Dabei sei die Zusammenarbeit von „Leadersein“ und Sparkasse strategisch. Wenn die Region attraktiver werde, profitiere schließlich auch die Sparkasse, schlussfolgerte Sasse.

Ob übrigens eine weitere Leader-Periode folgt, ist noch unklar. „Schriftlich ist noch nichts“, erklärte Regionalmanager Morgenbrod. Und der Balver Bürgermeister Mühling: „Wir hoffen natürlich, dass es weitergeht. Die Strukturen sind jetzt da. Wir wissen, wie es geht.“

Als die Pressekonferenz schließlich endete, gewitterte es draußen immer noch. Das störte im Sitzungssaal keinen. Die Leader-Beteiligten schienen zufrieden – auch ohne Sonnenschein.

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