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LED-Strahler von Bühne geklaut: „Das könnte das Aus bedeuten“

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Von: Michael Koll

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Die Band Œlspur brachte Teile ihrer Fangemeinde mit zum Festival an der Niederheide. Der Verein Rock im Wohnzimmer hatte das organisiert.
Die Band Œlspur brachte Teile ihrer Fangemeinde mit zum Festival an der Niederheide. Der Verein Rock im Wohnzimmer hatte das organisiert. © Fotos: Rock im Wohnzimmer/Privat

Das dritte öffentliche Konzert des noch jungen Vereins Rock im Wohnzimmer war in künstlerischer Hinsicht am Samstag ein Riesenerfolg. Das Drumherum treibt den Veranstaltern allerdings die Sorgenfalten auf die Stirn.

Neuenrade – Konkret haben auf dem Gelände neben dem Jugendzentrum auf der Niederheide gut 200 Musikfreunde – mit drei Bands und einem Einzelkünstler auf der Bühne – gefeiert. Damit kamen ebenso viele Besucher wie 2019, als das Mini-Festival noch im Jugendzentrum stattfand. Nachdem Corona der Veranstaltung im Jahr darauf ein Strich durch die Rechnung machte, wurde es 2021 bei gelockerten Pandemie-Einschränkungen nach draußen verlegt. An dem Tag kamen immerhin 100 Rockfans.

Am vergangenen Wochenende packten neben den Rock-im-Wohnzimmer-Leuten nun noch die Boule-Freunde Neuenrade mit an. Außerdem hat die Jugendfeuerwehr zum Gelingen des Konzertes beigetragen, welches in Kooperation mit dem Jugendnetzwerk über die Bühne ging.

Rock-im-Wohnzimmer-Vorsitzender Martin Schaefer könnte also rundum begeistert sein, allerdings erzählt er, „dass uns dann nachts jemand zwei LED-Strahler von der Bühne geklaut hat“. Montags telefonierte Schaefer dann mit dem Veranstaltungstechniker, der geltend machte, dass nun nicht nur eine Neuanschaffung vonnöten sei. Bis die Ersatz-Strahler geliefert seien, müssten vorübergehend auch welche ausgeliehen werden. So beziffere sich ein Gesamtschaden auf 2500 Euro.

Dazu kommen die Kosten für das eigentliche Konzert. „Da kommen wir insgesamt noch einmal auf 2800 Euro“, berichtet Schaefer. Den 5300 Euro auf der Minus-Seite, steht eine Spende von 800 Euro sowie der Gewinn an den Getränkeständen „in Höhe von 350 bis 400 Euro“ gegenüber. Mehr als 4000 Euro fehlen also noch, denn die Veranstaltung kostete die zumeist jugendlichen Besucher keinen Eintritt. Schaefer sagt deutlich: „Das könnte das Aus für den Verein bedeuten.“

Zurück zum Programm am Samstag. „Es hat pünktlich zum Beginn um 17 Uhr aufgehört zu regnen“, freut sich Schaefer über trockene Musikfans und Künstler. Die vereinseigenen Sofas waren unter Zelten aufgebaut worden, und somit ohnehin vor eventuellem Regen geschützt. Doch auch an den Stehtischen und auf den Sitzbänken konnten die Besucher trockenen Fußes den Künstlern zuhören.

Den Auftakt machte Dete Malone von der Musikschule Lennetal, „der sich selbst mit Gitarre und Mundharmonika begleitete und Songs von Bob Dylan sowie beispielsweise irische Volkslieder sang“. Als nächstes enterten die Defected Heroes die Bühne: „Das sind junge Leute zwischen 19 und 21 aus Menden“, berichtet Schaefer, „die Grunge im Stile von Nirvana spielten und sehr gut ankamen“.

Die Rock-im-Wohnzimmer-Band TBTR spielte danach, wie auch die beiden anderen Bands rund 75 Minuten lang. „Mit zwei Sängerinnen und einem Sänger haben sie ein solides, gutes Programm abgeliefert“, urteilt der Vereinsvorsitzende. Zum Schluss folgten Œlspur, „die ihre eigene Fangemeinde aus vielen Städten im Umkreis mitgebracht haben“, sagt Schaefer, „die ersten drei Reihen vor der Bühne waren allein mit denen gefüllt.“

Spenden

Wer nun den Verein unterstützen möchte, kann eine Spende auf das Konto mit der folgenden IBAN überweisen: DE 60 4476 1534 0018 2780 00.

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