Neue Förderperiode

Leader-Programm: Neuenrade will weiter profitieren

Die Küntroper Motte stand ebenfalls im Mittelpunkt eines Leader-Projektes: Der Platz vor der Holzburg wurde mit Fördermitteln neu gestaltet.
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Die Küntroper Motte stand ebenfalls im Mittelpunkt eines Leader-Projektes: Der Platz vor der Holzburg wurde mit Fördermitteln neu gestaltet.

„Es gibt eine Leader-Zukunft im Sorpeland.“ Diese positive Nachricht verkündete Annika Kabbert.

Kabbert ist Regionalmanagerin des Vereins „Leadersein“ in der Bürgerregion am Sorpesee, am Montag während der Sitzung des Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses im Rathaus. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Leonie Loer war sie nach Neuenrade gekommen, um Neuigkeiten zu berichten und eine kurze Bilanz zu ziehen.

Die Bewerbungsphase für die neue Runde starte im Oktober, berichtete die Regionalmanagerin. Sie hoffe, dass dann auch Neuenrade wieder dabei sei, unterstrich Kabbert. Nach einer Kick-Off-Veranstaltung am 15. November soll Anfang Februar 2022 eine Leader-Konferenz stattfinden. Offizieller Förderstart für die ausgewählten Projekte sei der 1. Januar 2023.

Auch Kleinprojekte können wieder gefördert werden

Außerdem soll wieder eine Kleinprojektförderung ermöglicht werden. In diesem Rahmen würden vor allem investive Maßnahmen bis zu einer Summe von 20 000 Euro gefördert; das jährliche Budget für die gesamte Leaderregion belaufe sich auf 200 000 Euro. Die Förderquote für Projekte liege bei 80 Prozent, erklärte Annika Kabbert. Die restlichen 20 Prozent müssen Vereine oder Institutionen als Eigenanteil beisteuern. Auch von der Kleinprojektförderung profitiere Neuenrade, stellte Kabbert fest: „2020 wurden 16 Kleinprojekte in unserer Leaderregion umgesetzt, drei davon in Neuenrade.“ In diesem Jahr würden 24 Kleinprojekte realisiert – davon acht in der Hönnestadt. „Dieses Jahr waren die Kleinprojekte deutlich überzeichnet, es gibt schon Anfragen für das kommende Jahr“, berichtete Kabbert.

Rückblickend habe das Leader-Förderprogramm der EU für ländliche Kommunen in den fast sechs vergangenen Jahren unter anderem zu einer Vernetzung von Städten, Vereinen und Institutionen beigetragen. Dazu habe besonders die Bürgerbeteiligung beigetragen. Vielseitige Infrastrukturen zur Stärkung der Lebensqualität im ländlichen Raum seien geschaffen worden, unterstrich Annika Kabbert. Das konnte Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) bestätigen: „Neuenrade hat sehr von Leader profitiert“, sagte er mit Blick auf die insgesamt sieben Projekte (beispielsweise das Jugendnetzwerk, die Verbesserung des Wanderwegenetzes durch die SGV-Abteilung Neuenrade oder den Come-Together-Raum des Luftsportvereins Sauerland auf dem Flugplatzgelände in Küntrop) in der Hönnestadt und den Ortsteilen. Auch sei die Region zusammengewachsen, unterstrich das Stadtoberhaupt.

Lobende Wort der Kommunalpolitiker

Lobende Worte für das Leader-Projekt fanden auch die Neuenrader Kommunalpolitiker: Vertreter von CDU, SPD, FWG, FDP und den Grünen versicherten, sich im Rahmen der Ratssitzung am 6. Oktober unbedingt für die Teilnahme an einer weiteren Förderperiode aussprechen zu wollen.

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