Launischer Wind, aber gute Stimmung beim Drachenfest

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Spätsommer-Feeling mit Sonnenschein und blauem Himmel lockte am Samstag und Sonntag viele Besucher auf den Küntroper Flugplatz.

Neuenrade - Herrliches Herbstwetter prägte das traditionelle Drachenfest des Luftsportvereins Sauerland (LSV) in Küntrop an diesem Wochende. Zwei Tage lang strahte die Sonne vom blauen Himmel, ließ Spätsommer-Feeling aufkommen.

Allerdings hätte es duchaus etwas mehr Wind sein dürfen. So mussten die Luftsportler hin und wieder auf eine Brise warten, richteten den Blick auf die Windhose und sobald Bewegung in den Sack kam, machten sie sich startklar.

Klein und Groß versuchten ihre Sportgeräte in die Luft zu bekommen und ließen sich von den launischen Windverhältnissen den Spaß nicht verderben. „Für Sonntag ist mehr Wind vorhergesagt“, war von den LSV-Fachleuten am Samstag zu hören. Sie wollten die Hoffnung auf höhere Luftgeschwindigkeiten nicht aufgeben.

Allerdings, und das zeichnet das Küntroper Fest aus, steht das familiäre Ambiente im Vordergrund – weniger herausragende Windverhältnisse. Und deshalb blieb die Stimmung rund um den großen Hangar auch bei Windstille gut.

Vor allem die jungen Gäste schienen die Kirmes-Atmosphäre neben dem Flugfeld auszukosten. Gemütlich drehte die Raupenbahn ihre Runden, bereitete den Kindern großen Spaß. In der Hüpfburg tobte sich der Nachwuchs nach Herzenslust aus und an der Kinderschminkstation herrschte reichlich Nachfrage. Teilweise waren bis zu drei Gesichtsverzierungskünstler gleichzeitig beschäftigt.

Mehr Bilder vom Drachenfest:

Drachenfest in Küntrop

Aber das eigentliche Spektakel fand auf der für den Flugverkehr gesperrten Start- und Landebahn statt. Aufgrund der bescheidenen Windverhältnisse und der aktuell noch eingeschränkten Erreichbarkeit wegen der Straßenbaumaßnahmen war der Himmel dieses Mal zwar nicht so kunterbunt gesprenkelt und mit Drachen überzogen wie im Vorjahr, trotzdem wirkten die Veranstalter durchaus zufrieden. Wie erwartet machten sich am Sonntag nochmals deutlich mehr Besucher als am Vortag auf den Weg Richtung Flugplatz.

Während die Könner ihre Drachen zügig in die höheren Luftschichten bugsierten, wohlwissend, dass dort die Luft ein wenig schneller strömt, wählten die Kinder eine andere Taktik: Rennen, rennen und nochmals rennen. Den Drachen im Schlepptau fegte so manch junger Besucher über die Wiese, hin und her, kreuz und quer, und schien nicht müde zu werden, seinem Drachen auf die Sprünge zu helfen.

Von Markus Jentzsch

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