Laufend Hilfsangebote für 120 Asylbewerber

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Die Flüchtlingsunterkunft an der Eichendorffstraße 10 ist immer noch nicht ganz fertiggestellt, gleichwohl wird sie teilweise schon bewohnt.

Neuenrade - Ungebrochen ist der Zuzug an Asylbewerbern nach Neuenrade. Erst gestern meldeten sich wieder sieben Flüchtlinge. Rund 120 Menschen finden nun Zuflucht in Neuenrade. Verwaltungsmitarbeiter und Ehrenamtler haben alle Hände voll zu tun, sich um diese Menschen zu kümmern.

Ungebrochen ist auch das Angebot aus der Bevölkerung, den Flüchtlingen zu helfen, bestätigte Bürgermeister Antonius Wiesemann gestern. So werde er häufiger angerufen, erhalte Hilfsangebote, die er dann an die zuständigen Mitarbeiter weiterleite. Die Kleiderkammer würde hier viel leisten und der Service werde vor allem für die Erstausstattung gut angenommen. Doch nicht nur Kleidung, sondern auch Möbel und Spielzeug würden von hilfsbereiten Bürgern gespendet.

Zudem sei man weiterhin aktiv auf der Suche nach Wohnraum für die Flüchtlinge, würde nicht nur im Stadtgebiet suchen, sondern auch in den Dörfern. Das Gros könnte zwar mit den vorhandenen Unterkünften versorgt werden. Doch zuweilen will man auch kleine Familien oder Flüchtlinge, die sich ein wenig etabliert hätten, in Wohnungen unterbringen – auch um hier die Integration zu fördern. Und inzwischen würden Bürger, die von der Wohnungssituation gehört hätten, auch Wohnungen zur Miete speziell für Flüchtlinge anbieten. Über diese Angebote sei er froh, sagte der Bürgermeister gestern am Rande einer Veranstaltung.

Froh zeigte sich Wiesemann auch darüber, dass sich nun auf Landes- und Bundesebene die Einsicht durchgesetzt habe, dass hier finanziell viel mehr geschehen müsse. Erst jüngst sei er auf einer Bürgermeisterkonferenz mit dem Landesinnenminister gewesen. Da komme Bewegung in die Sache, auch was bürokratische Strukturen anbelange. Inzwischen werde auch der eine oder andere über den Baubetriebshof im Rahmen von 1-Euro-Jobs beschäftigt.

Auch seitens der Neuenrader Unternehmerschaft sei man durchaus gewillt, hier jemanden aus diesem Personenkreis zu beschäftigen. Ein kleiner Lebenslauf, ein wenig Deutschkenntnisse und Auskunft über die persönlichen Fähigkeiten/Ausbildung würden die Arbeitgeber benötigen, um möglicherweise jemanden in Lohn und Brot zu bringen. Das eine oder andere bekomme man auch mit Hilfe der Ehrenamtlichen heraus. Doch ein entsprechendes Profil zu erstellen, das gelinge aber nicht sofort. Wiesemann berichtete, dass er sich in Sachen Arbeit für Flüchtlinge auch schon einmal persönlich gekümmert habe. Doch das sei eben alles nicht einfach.

In den Flüchtlingsunterkünften läuft es so gut, wie es eben laufen kann, wenn Menschen aus unterschiedlichen Ländern, mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund und unterschiedlicher religiöser Identität aufeinandertreffen würden – möglicherweise auch noch in einem Wohnraum, ließ der Bürgermeister durchblicken. Doch hier kümmere man sich und löse gegebenenfalls Probleme, betonte Wiesemann.

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