Lastzug festgefahren: Bergung dauert Stunden

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Nichts ging mehr. ▪

NEUENRADE ▪ Ein in Warstein ansässiges Transportunternehmen wollte dem Höllensteiner Jürgen Humke ein Dünger-Kalkgemisch anliefern; drei Fuhren á 30 Tonnen waren geordert. Doch schon bei der ersten Anfahrt gegen 9.30 Uhr passierte das Malheur.

Der Brummifahrer, unkundig der Örtlichkeit und zudem „Springer“ und eigentlich im Unternehmen eher mit Büroarbeiten betraut, setzte seinen 14-Tonner „auf Grund“. Angeblich habe er einem Pkw-Fahrer ausweichen wollen, so der Bruchpilot. Jedenfalls kam er im Einmündungsbereich der Straße Fischersberg rechtsseits von der schmalen Fahrbahn ab und die insgesamt 42 Tonnen versackten bis auf Tank und Unterboden des Sattelzuges im tiefen, feuchten Wiesengelände. Da war guter Rat teuer, denn es ging überhaupt nichts mehr und das schwer beladene Gefährt geriet bedrohlich in Schieflage. Mit Trecker und Seilwinde versuchte Jürgen Humke vergeblich, den Havarierten wieder flott zu bekommen. Doch Trecker und Winde waren einfach zu schwach, um die 42 Tonnen bewegen zu können. Zwei Seile rissen unter dem Gewicht. Ein Bagger musste her. Doch dieses Unterfangen gestaltete sich schwierig. Theodor Schulte-Maas, in Bieringsen ansässiger Garten- und Landschaftsbauer, konnte schließlich einen Bagger los eisen. Es waren bereits knapp sechs Stunden ins Land gegangen, als der Bagger am Höllenstein eintraf und die Ladefläche von der Last befreite. Alsdann setzte Theodor Schulte-Maas seinen 300-PS-Fendt ein. Mit schweren Schleppketten koppelte er den Sattelzug an seine bullige Zugmaschine und beförderte diesen alsdann ziemlich problemlos zurück auf festen Untergrund. ▪ toe

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