Lara Schrader über Schule und Ferien in Louisiana

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Pause in schöner Umgebung – während eines langen Wochenendes war die Neuenraderin mit ihrer amerikanischen Gastfamilie unterwegs. Ziel der Reise war Tennesee.

Neuenrade -  Aus ihrem Auslandsjahr in Winnsboro/Louisiana berichtet die Neuenraderin Lara Schrader in loser Folge. Die Erinnerungen an eine Reise in den Herbstferien sind auch jetzt – wo schon beinahe die nächsten Ferien anfangen – noch präsent. Und auch der Schulalltag in Amerika gefällt der 16-Jährigen immer besser.

Vor ein paar Wochen war ich während der „Herbstferien“ mit meiner Familie in Tennessee. Es waren nicht wirklich Herbstferien, es war viel mehr ein langes Wochenende, da wir nur freitags und montags frei hatten. Am Donnerstag direkt nach der Schule ging es dann los. Acht Stunden Fahrt waren geplant – da es dann aber doch länger wurde, haben wir in Alabama übernachtet. Am Freitagmorgen ging es weiter.

Wir waren während der Reise in einem Laden mit dem Namen „unclaimed baggage“ (deutsch etwa „Herrenloses Gepäck“). Da werden alle Gegenstände verkauft, die in Flugzeugen, Zügen oder Bussen gefunden und nach drei Monaten nicht abgeholt werden. Ich habe da anfangs nicht viel von erwartet aber die hatten wirklich alles: Handys, Ipads, Klamotten, Schmuck, Kosmetika, Schlafsäcke, Zelte, Hochzeitskleider – einfach alles, was man sich vorstellen kann.

Danach sind wir noch ungefähr zwei Stunden gefahren und kamen dann endlich in Chattanooga, Tennessee, an. Der Ort liegt an der Grenze von Tennessee und Georgia. Wir haben dort bei Freunden meiner Gasteltern übernachtet. Tennessee sieht einfach komplett anders aus als Louisiana: überall Berge und Bäume. Am nächsten Tag sind wir in den Freizeit Park ‘Six Flags‘ nach Atlanta/Georgia gefahren. Wir waren acht Stunden lang in dem Park. Am Sonntagmorgen sind wir mit den Freunden in die Kirche gegangen. Hier gab es aber keinen Unterschied zu den Gottesdiensten in meinem Heimatort Winnsboro.

Danach gab es eine Überraschung für mich. Wir waren in einem deutschen Brauhaus in Chattanooga. Ich habe Spätzle bestellt, die auch tatsächlich gut geschmeckt haben. Leider hat es dann angefangen zu regnen, weshalb wir unsere Pläne ändern mussten. Wir sind dann in ein Aquarium gegangen. Dort gab es einen Bereich zum Thema Meer und einen nur zum Thema Flüsse.

Aus persönlichen Gründen habe ich meine Schule gewechselt. Ich bin jetzt nicht mehr an der Franklin Parish Highschool, sondern an einer christlichen Privatschule. Die ist viel kleiner als die erste, was ich wesentlich besser finde. Die Schule ist auch ansonsten komplett anders. Kindergarten, Grundschule, Middle School und High-School sind hier alle zusammen. Dort kennt einfach jeder jeden und auch schon nach einer Woche wusste jeder, wer ich bin. Ich fühle mich sehr wohl auf der Schule und alle haben versucht mir bei der Eingewöhnung zu helfen.

Hier bin ich „Junior“ und gehe in die elfte Klasse, habe aber auch noch ein paar Fächer zusammen mit der zehnten Klasse. Ich bleibe bei allen Fächern mit meinen Klassenkameraden zusammen. Das ist eigentlich nicht üblich in den USA. Die Schule beginnt immer um 7.45 Uhr und endet um 15.30 Uhr. Besonders schön finde hier übrigens auch, dass ich keine Uniform mehr tragen muss.

Von Lara Schrader

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