Lara Schrader über ihre ersten Tage in den USA

Einen Ausflug zur Freiheitsstatue hat Lara in guter Erinnerung.

Neuenrade -  Damit Neuenrade mich nicht vergisst, kommt hier wie versprochen mein erster Bericht aus den USA. Ich bin jetzt schon einige Wochen bei meiner Gastfamilie in Winnsboro/Louisiana, bei der ich während meines Austauschjahres wohne.

Doch von Anfang an: Mein Flug von Düsseldorf nach New York hatte zwei Stunden Verspätung und dauerte schließlich siebeneinhalb Stunden. In New York fand dann mein dreitägiger Vorbereitungskurs bei der Austauschorganisation statt. Meine Mitstreiter und ich hatten während dieser Zeit auch die Möglichkeit, uns die Stadt anzusehen. Wir waren auf dem Empire State Building, im Central Park, am Time Square und haben eine Bootsfahrt zur Freiheitsstatue gemacht.

Nach dem kurzen Aufenthalt reiste ich weiter zu meiner Gastfamilie. Im Flieger ging es über Houston/Texas nach Monroe in Louisiana. Dort erwartete mich meine Gastfamilie schon mit einem riesigen Plakat – „Welcome Home Lara“. Nach und nach habe ich festgestellt: Es ist einfach so anders hier – nicht nur die Schule, sondern auch das Leben in der Familie, die Kirche und vor allem das Essen. Es wird sehr viel Fastfood gekocht und gegessen. Obst habe ich mir selbst im Supermarkt besorgt.

Hier in Louisiana haben viele Häuser nur eine Etage und werden Bungalow genannt, weil sie auch wirklich wie welche aussehen. Ich teile mir ein Zimmer mit meiner 15-jährigen Gastschwester Lucy aus Südkorea. Anfangs fand ich das nicht so toll, aber inzwischen bin ich froh, sie zu haben. Denn sie ist genau wie ich alleine hier.

Meinen kleinen Gastbruder habe ich bereits ins Herz geschlossen. Ich bin wirklich glücklich mit meiner Gastfamilie und ich denke, sie ist perfekt für mich. Meine Gasteltern sind so lustig und verrückt und sie tun alles, damit ich mich hier wohlfühle. Sie versuchen auch manchmal, Deutsch zu sprechen, aber sie geben meistens ganz schnell auf, weil sie die Wörter einfach nicht aussprechen können. Das einzige, was sie sich gemerkt haben ist, „Gesundheit“ zu sagen, wenn man niest.

An meinem ersten Sonntag hier war ich in der Kirche, in der mein Gastvater als Pastor arbeitet. Die Kirche ist ein Haus. Es gibt extra einen Jugendraum, Räume für Kleinkinder, Büros und einen großen Raum, in dem der Gottesdienst gehalten wird. Um 10 Uhr morgens treffen sich an den Sonntagen alle Jugendlichen im Jugendraum der Kirche. Alle waren sehr lieb und offen und stellten mir sofort tausende Fragen. Um kurz nach 10 Uhr fing der Jugendgottesdienst an. Alle setzten sich um einen Tisch und vorne an einem Pult stand der Pastor. Er erzählte etwas zum beginnenden Schulstart. Um kurz vor 11 Uhr gingen dann alle zusammen in die Kirche, wo der Gottesdienst für alle stattfindet. Dort wurde erst Country-Musik gespielt und alle sangen mit. Danach sprach der Pastor über einige Seiten in der Bibel. Wirklich gut finde ich, dass die Jugendlichen nicht hier hinkommen weil sie müssen, sondern weil es ihnen Spaß macht.

Von Lara Schrader

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