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Landtagswahl: CDU verliert im Vergleich zu 2017 Stimmen

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Von: Carla Witt

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Im Rathaus wurden am Sonntag die Stimmen ausgezählt. Um 20 Uhr hatten alle Bezirke gemeldet.
Im Rathaus wurden am Sonntag die Stimmen ausgezählt. Um 20 Uhr hatten alle Bezirke gemeldet. © Carla Witt

Matthias Eggers (CDU) konnte in Neuenrade am Sonntag zwar mit 42,66 Prozent deutlich die meisten Wählerstimmen für sich verbuchen, die heimliche Gewinnerin der Landtagswahl ist in der Hönnestadt aber die Grüne Sylvia Olbrich

Neuenrade – 10,07 Prozent der Wähler im Stadtgebiet gaben Olbrich ihre Stimme. Ihr Vorgänger Jörg Pyzalla, der bei der Landtagswahl 2017 für die Grünen antrat, ergatterte damals nur 2,34 Prozent der Wählerstimmen. Dagegen hat Eggers im Vergleich zum CDU-Kandidaten von 2017 Stimmen verloren: Der aus Mellen stammende Marco Voge – inzwischen Landrat des Märkischen Kreises – überzeugte am 14. Mai 2017 insgesamt 46,66 Prozent der Wählerinnen und Wähler in Neuenrade und den Ortsteilen.

Sozialdemokratin Inge Blask, die schon vor fünf Jahren im Wahlkreis 122 kandidierte und damals 32,35 Prozent der Stimmen erhielt, erreichte am Sonntag 30,09 Prozent – und muss somit ein Minus von gut zwei Prozent hinnehmen. Auch FDP-Kandidat Frank Oberkampf (7,03 Prozent) hat im Vergleich mit Stefan Weige (7,88 Prozent), dem Kandidaten aus dem Jahr 2017, Stimmen verloren. Allerdings konnte sich Oberkampf in der Hönnestadt dennoch dem Abwärtstrend seiner Partei entziehen, die in ganz Nordrhein-Westfalen auf 5,9 Prozent abgestürzt ist.

Die Alternative für Deutschland konnte mit 6,35 Prozent für ihren Kandidaten Charalambos Karagiannidis im Vergleich zur Landtagswahl vor fünf Jahren (6,26 Prozent) bei den Erststimmen sogar zulegen. Bei den Zweitstimmen musste die AfD mit 6,09 Prozent in Neuenrade aber Verluste hinnehmen (2017: 8,3 Prozent). Allerdings konnte die AfD in einem Neuenrader Wahlbezirk besonders viele Stimmen einheimsen.

Im Wahllokal, das in der Firma Schniewindt am Schöntaler Weg eingerichtet war, konnte Karagiannidis 16,06 Prozent der Wähler, immerhin 44 Personen, überzeugen. 14,55 Prozent, das sind 40 der 276 Menschen, die dort gewählt haben, unterstützten die AfD mit ihrer Zweitstimme. „Diese Zustimmung für die AfD ist besorgniserregend“, sagte Neuenrades SPD-Vorsitzende Ulrike Wolfinger, die am Sonntag am Schöntaler Weg als Wahlhelferin im Einsatz war.

Mit Blick auf den Rückgang der Wahlbeteiligung schneidet Neuenrade nicht gerade gut ab: In der Hönnestadt ist sie von 68,79 im Jahr 2017 auf 56,93 Prozent um 11,86 Prozentpunkte gesunken. In ganz NRW musste am Sonntag mit 55,5 Prozent der historische Tiefstand der Wahlbeteiligung notiert werden. 2017 lag die Wahlbeteiligung im Land noch bei 65,2 Prozent.

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