K14/Kreuzung: Der Weg ist frei

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Der kleine Leon durfte zuerst mit seinem Dreirad die Straße befahren. ▪

NEUENRADE ▪ Dem dreijährigen Leon wurde am Mittwoch eine große Ehre zuteil. Unter dem Beifall von etlichen Neuenradern und Küntropern war er mit seinem Dreirad der erste, der über die neue Großkreuzung fahren durfte.

Zuvor hatten Landrat Thomas Gemke und Straßen-NRW-Regionalleiter Ludger Siebert ein paar Worte anlässlich der offiziellen Freigabe des Millionenprojektes verloren. Demnach ein Projekt, das vor allem Neuenrade und insbesondere den Küntropern zugute kommt. Denn mit der Installation einer aufgeweiteten Eisenbahnbrücke und dem umfassenden Kreuzungsausbau kann hier ab sofort Schwerlastverkehr passieren. Dadurch wird die Garbecker Straße in Küntrop, die durch ein Wohngebiet zum Küntroper Industriegebiet führt, vom Lkw-Verkehr entlastet. Aus der Straße soll eine Gemeindestraße werden, der Rückbau dieser Straße soll so weit wie möglich auch im Hinblick auf die Tonnage-Begrenzung erfolgen. Und der Hüttenweg, welcher zur neu gestalteten Kreuzung führt und die Last des Schwerverkehrs tragen muss, soll zur Kreisstraße werden. Und ein Effekt am Rande gibt es noch: Der Unfallschwerpunkt Schöntaler Weg/Hüttenweg/K14 wird beseitigt.

Insgesamt waren etliche Gewerke nötig, um das Projekt fertig zu stellen. Die Einfahrt der Firma Schniewindt musste verlegt werden, der Bau eines Regenrückhalte- und Klärbeckens war notwendig. Die Gesamtbaukosten belaufen sich nach Angaben des Märkischen Kreises auf rund 2,3 Millionen Euro, eine runde Million kostete dabei die Brücke. Bund und Land und zu einem geringeren Anteil die Stadt Neuenrade trugen zur Finanzierung bei. Flott gingen die Bauarbeiten, ausgeführt durch die Firma Hilgenroth, vonstatten. Die Bauzeit betrug rund eineinhalb Jahre. Erstaunlich viele Bürger wohnten am Mittwoch der Freigabe bei, darunter auch ein Fahrradfahrer, der allerdings den Fahrradweg an der Unterführung vermisste.

Das fertiggestellte Bauprojekt ist nicht nur in Bezug auf die Küntroper Teil eines großen Ganzen: Es geht auch um den Ausbau der K12 gen Balve (Verlängerung K14). Dort ist ein Industriegebiet. Der K12-Ausbau soll – so hieß es am Mittwoch von Straßen NRW – voraussichtlich im Frühjahr starten. Die Prognose für die Bauzeit: Gut ein Jahr. ▪ Von Peter von der Beck

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