„Landesweit passt das schon ganz gut“

Die CDU-Anhänger im Rathaus waren enttäuscht.

NEUENRADE ▪ Betretene Gesichter im CDU-Lager, unverhohlene Freude bei den SPD-Anhängern: Was das Ergebnis der beiden größten Parteien angeht, haben sich die Wähler in der Hönnestadt dem Landestrend angepasst.

„Ich habe damit gerechnet, dass SPD und Grüne ihre Regierung fortsetzen können, aber dass es ein so klares Ergebnis wird, ist schon klasse“, kommentierte Sozialdemokrat Frank Bäcker im „Wahlstudio“ des Rathauses. Zu diesem Zeitpunkt war das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD-Kandidatin Inge Blask und dem CDU-Kandidaten Wolfgang Exler noch nicht entschieden. „Wir drücken Inge Blask die Daumen und würden uns sehr freuen, wenn sie es schafft“, unterstrich Bäcker. Erstaunt zeigte sich der Sozialdemokrat bezüglich des Piraten-Ergebnisses: „Sie haben mehr Stimmen geholt, als ich gedacht habe.“

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Von einer Überraschung – aber im negativen Sinne – sprach auch der CDU-Fraktionsvorsitzender Mark Hantelmann. „Allerdings ist der CDU-Wahlkampf nicht gut gelaufen“, betonte er. Spitzenkandidat Norbert Röttgen habe einfach zu viele Fehler gemacht. Vermutlich, so die Überlegung der Christdemokraten im Rathaus, sei ein Großteil der CDU-Wähler kurzfristig zur FDP umgeschwenkt. Schließlich habe sich deren Hoffnungsträger Christian Lindner im Wahlkampf gut positionieren können.

Dr. Karl Kaluza zeigte sich generell sehr zufrieden: „Wir finden, landesweit passt das schon sehr gut.“ Der Grünen-Fraktionschef, der sich mit den Mitgliedern seiner Partei im „Knusperhäuschen“ getroffen hatte, räumte allerdings ein, bezüglich des Neuenrader Ergebnisses „etwas enttäuscht zu sein“. In der Hönnestadt haben die Grünen bei den Erststimmen 1,69 Prozent, bei den Zweitstimmen 1,08 Prozent verloren.

„Totgeglaubte leben länger“, kommentierte die FDP-Ortsvorsitzende Claudia Kaluza das FDP-Ergebnis auf Landesebene. Damit sei sie mehr als zufrieden, betonte Kaluza und erklärte: „Es lohnt sich, seiner Linie treu zu bleiben. Wir werden auch in Neuenrade die kontinuierliche Arbeit fortsetzen.“

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