Massive Einschränkungen

L697 zwischen Affeln und Plettenberg für ein halbes Jahr gesperrt

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Die Affelner Straße ist marode die Fahrbahndecke muss dringend erneuert werden, zudem sind Hangsicherungsarbeiten in den Serpentinen in Richtung Plettenberg erforderlich. Dafür muss die Straße lange gesperrt werden.

Neuenrade - Die Landesstraße 697 zwischen Affeln-Bieringsen und Plettenberg (Auf der Halle) wird voraussichtlich ab März voll gesperrt – für ein gutes halbes Jahr. Pendler müssen Umwege in Kauf nehmen.

Zwei Deckschichten der Straße müssen erneuert werden, außerdem sind zusätzlich Hangsicherungsarbeiten notwendig. Das bestätigte der zuständige Sprecher von Straßen.NRW, Karl-Josef Fischer, auf Nachfrage.

Eine halbseitige Sperrung komme aus arbeitsrechtlichen Gründen nicht in Frage, sagte der Sprecher. Sollten auch Anwohner (vor allem in Plettenberg) durch die Baumaßnahme direkt betroffen sein, so werde denen der Zugang zu ihren Häusern und Wohnungen natürlich ermöglicht. Dann arbeite man mit einer sogenannten Anliegersperrung.

Die L697 ist eine wichtige Verbindungsstraße zwischen der Region Neuenrade-Balve-Menden und Plettenberg. Viele Menschen aus dem Nordkreis sowie etliche Neuenrader arbeiten in der Vier-Täler-Stadt.

Eine Sperrung würde die Pendler hart treffen

Neuenrader und Affelner Schüler besuchen unter anderem das Plettenberger Gymnasium, sind in Plettenberger Vereinen tätig und es gibt ein regen Lieferverkehr. Auch gibt es etliche Auspendler aus Plettenberg.

Die Sperrung der Straße für ein halbes Jahr würde alle Pendler hart treffen. Natürlich haben die Mannen von Straßen.NRW in Siegen eine Ausweichstrecke erarbeitet. Die Umleitung soll demnach über die L842 in Richtung Allendorf, dann über die L619 wieder in Richtung Plettenberg führen, erläuterte Fischer.

Wer von Affeln aus nun die Umleitung nutze, der müsse mit rund zwölf Kilometern zusätzlichem Fahrtweg rechnen. Fischer schätzt, dass betroffene Pendler mit einem zusätzlichen Zeitaufwand von 15 Minuten für eine Strecke dieser Länge kalkulieren könnten.

Auch die Busse müssen umgeleitet werden

Weitaus zeitaufwendiger wäre die Ausweichstrecke über Werdohl. Wer in Affeln wohnt, benötigt schon allein bis Werdohl gut 20 Minuten und von da aus müsste der Betroffene dann noch einmal lenneaufwärts fahren, um endlich in Plettenberg anzukommen.

Was die Fahrschüler anbelangt, so muss die MVG noch eine entsprechende Ausweichstrecke erarbeiten, erläuterte Jochen Sulies, Sprecher der Märkischen Verkehrsgesellschaft.

Da seien noch entsprechende Gespräche mit dem Straßenbaulastträger und den betroffenen Schulen zu führen – anschließend müsste intern ein entsprechender Fahrplan ausgetüftelt werden. Das Ergebnis würde dann rechtzeitig vor Beginn der Baumaßnahme veröffentlicht.

150 Werktage sind für die Maßnahme geplant

Bei der Baumaßnahme handelt es sich um eine geschobene Maßnahme aus 2016, die schon 2017 erledigt sein sollte. Wann es nun genau losgeht ist noch nicht klar. Die Arbeiten sind bereits ausgeschrieben, am 6. Februar ist Angebotseröffnung, Anfang März werde der Auftrag dann wohl vergeben sagte Karl-Josef Fischer.

Dann gehe man von einer Arbeitszeit von 150 Werktagen aus, Samstage mitgerechnet. Wie es vorangehe, hänge auch vom Ausführenden ab.

Von Peter von der Beck

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