LaLeLu begeistert das Neuenrader Publikum

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Von schräg und schrill bis sexy: LaLeLu beherrschen ihr Repertoire.

Neuenrade - Wenn die Neuenrader Kulturfachfrau Monika Arens Ensembles bucht, kann man sich sicher sein, dass sich ein Besuch lohnt. Diesmal sollten sich alle ärgern, die diese begeisternde Show von LaLeLu verpasst haben. Und nur zur Info: LaLeLu hat nichts mit Kindertheater zu tun, LaLeLu versprechen A cappella-Comedy und genau das liefern sie auch – in perfekter Symbiose.

„Ich habe schon einige A cappella-Bands gesehen und gehört, aber dieses Quartett war anders, ganz anders – einfach klasse“, drückte eine Besucherin ihre Begeisterung nach zwei Stunden vortrefflicher Unterhaltung auf höchstem kulturellen Niveau aus. Nimmt man das Ausmaß des Applauses und das Engagement beim Mitmach-Lied zum Schluss als Maßstab für eine Benotung des Programms, muss man Sanna Nyman, Jan Melzer, Frank Valet und Tobias Hanf eine glatte Eins bescheinigen.

Sie sangen einfach wunderbar, coverten herrlich bekannte Hits und schlüpften ganz nebenbei so authentisch in die Rollen der Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Sport, dass einem die Spucke wegblieb. Ein Topact jagte den anderen – Vollgas-Unterhaltung par excellence.

Tobias Hanf überzeugte als Reiner Calmund, Peter Maffey, Jogi Löw und Boris Becker ebenso wie Jan Melzer als Herbert Grönemeyer. Während Hanf die Prominenz in authentischer Manier auf die Schippe nahm, performte Melzer den „Herbert“ so einmalig, dass der Szenenapplaus mehr als verdient war. Als Grundlage diente die Einstufung der Menschen in drei Kategorien. Und Herbert zähle zum Typ Hefekuchen, der im Laufe eines Lebens immer mehr aufgeht. Also passte Melzer die Texte an, sang die Schlagzeilen „Dicke an die Macht“, „Gib mir mein Steak zurück“ und „Wirsingkohl ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot“.

Als wartende Bahnpassagiere trommelten LaLeLu im Stile der Blue Man Group auf ihren Koffern Wild Boys von Duran Duran, ließen Sanna Nyman die sexy Story eines Franzbrötchens performen und stimmten als Zugabe einen vierstimmigen Kanon mit dem Publikum ein, inklusive einer Textpassage mit Lokalbezug: „Ich mach ‘ne Pommesbude in Balve auf“.

Mit einem „Instrumentalstück“ der ganz feinen Art, bei dem das Quartett nochmals seine außergewöhnlichen Gesangsqualitäten unter Beweis stellte, verabschiedeten sich LaLeLu unter tosendem Applaus. Wie gesagt: Wer nicht da war, hat etwas ganz Besonderes verpasst.

Von Markus Jentzsch

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